Künstliche Intelligenz

Manuel Hass | Inka Krischke,

Echtzeit-Objekterkennung dank KI

Voll automatisierte Produktionslinien und autonome Transportsysteme wie FTS benötigen Bildverarbeitungssysteme, die komplexe Objektdetektionen und Klassifikationen in Echtzeit umsetzen können. Als hilfreich erweist sich dabei die künstliche Intelligenz.

© Data Spree

Althergebrachte Bildverarbeitungssysteme und klassische Algorithmen funktionieren regelbasiert und sind daher oft unflexibel und aufwendig zu realisieren: Erkennung und Klassifizierung müssen von Experten per Hand entwickelt werden, was sehr viel Know-how und Zeit erfordert. Dabei lässt sich die Vielzahl an möglichen Objekten nur mit sehr viel Aufwand oder auch gar nicht umsetzen. Hohe Kosten sind die Folge. Oft können auch die Anforderungen an die Automatisierung nicht erfüllt werden.
Durch die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) hingegen lässt sich eine Vielzahl individueller Objekte zuverlässig erkennen und klassifizieren. Mit der Deep Learning-Software von Data Spree beispielsweise ist die Software-Logik im Hintergrund einfach umsetzbar. Die ‚Data Spree KI‘ kann sowohl mit 2D- als auch mit 3D-Bilddaten umgehen – etwa mit Aufnahmen des ToF-3D-Kamerasystems von Becom. Die ToF-Technologie ermöglicht es, robuste Bilddaten auch bei wechselnden Lichtverhältnissen zu generieren und liefert ergänzend zur 3D-Information ein zusätzliches Graustufenbild für die Erkennung.
 

Ähnlich dem menschlichen Gehirn

Die Deep Learning-Software von Data Spree dient zum Trainieren der Künstlichen Intelligenz und zur Auswertung der aufgenommenen 2D- und 3D-Bilder.

© Data Spree

Für die Umsetzung der KI-basierten Objekterkennung werden zunächst Bilder der zu erkennenden Objekte aus dem Produktions- oder Logistikprozess aufgenommen. Anschließend werden die Objekte markiert, um die KI anzulernen. Diese Markierung der Daten wird Annotation genannt. Nach dem Anlernen beziehungsweise ‚Training‘ kann die KI Objekte zuverlässig detektieren und klassifizieren. Hierbei funktioniert die KI ähnlich wie das menschliche Gehirn und lernt, auf Grundlage der Bilddaten Objekte zu erkennen, zuzuordnen und zu lokalisieren – ohne dass spezifische Merkmale manuell vordefiniert werden müssen. Anwender können diesen Lernprozess mit der Deep Learning-Software ‚Deep Learning DS‘ selbst durchführen oder aber den vollständigen Prozess bis zur produktiven Integration in die Anlage als Service von Data Spree nutzen.

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Der Autor: Manuel Hass, Geschäftsführer bei Data Spree in Berlin

© Data Spree

Mit dieser Methode lassen sich unterschiedlichste und komplexe  Automatisierungsaufgaben in Produktion, Logistik, Robotik oder bei autonomen Transportsystemen schnell umsetzen – ohne eine einzige Zeile Programmiercode. In wenigen Stunden lässt sich so ein einsatzfähiger Prototyp erstellen und in eine produktive Lösung erweitern.

Das trainierte KI-Modell lässt sich durch das offene ONNX-Standardformat individuell in jede Kundenanwendung integrieren. Die Data Spree eigene Ausführungsumgebung ‚Inference DS‘ bietet zudem eine einfache grafische Bedienoberfläche, in der das KI-Modell über ein Drag-and-Drop-Prinzip auf der jeweiligen Hardware ausgeführt werden kann, beispielsweise auf Smartkamera oder Industrie-PC.

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