Intelligente Kameramodule

Von Andrea Gillhuber | Davina Spohn,

Das Facettenauge zum Vorbild

Lichtstarke Kameras mit großem Dynamikumfang sowie einer Baulänge von unter 3 mm - dieses Ziel setzt sich das Projekt 'Sitara' der Forschungsinitiative 'Integrierte Mikrophotonik'. Das Vorbild des Kamera-Moduls: Die Facettenaugen von Libellen oder Bienen.

Als Vorbild für die Kameras dienen die Facettenaugen von Insekten, z.B. die Augen von Libellen oder Bienen.

© Thorben Wengert - Fotolia

'Sitara' ist die offizielle Bezeichnung des Projekts der Förderinitiative 'Integrierte Mikrophotonik' der Photonik Forschung Deutschland. Ziel ist die Entwicklung selbstadaptierender, intelligenter Multiaperturkamera-Module. Als Vorbild für die Entwicklung der lichtstarken und möglichst kleinen Kameras dient das Facettenauge von Insekten. Realisiert werden diese Module mit Hilfe von Mikro- und Nanostrukturierungstechnologien durch Parallelisierung und Automatisierung. Die Fertigung soll zudem mit geringem zeitlichem und personellem Aufwand betrieben werden, um so den Preis zu drücken.

Die Wissenschaftler arbeiten an einer High-Dynamic-Range-Kamera für die industrielle Bildverarbeitung, einer Kamera für Video-Sicherheitssysteme in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs sowie eine Automotive-Kamera. Am Ende steht nicht ein serienreifes Produkt, sondern ein Demonstrator. Solche Kameras lassen sich laut Fraunhofer darüber hinaus in Massen-Produkten, etwa als Mobiltelefon- und Videotelefonie-Kameras, eingesetzen.

An dem Projekt arbeitet das Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) gemeinsam mit dem Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik sowie sechs Industriepartner, darunter Daimler und Sick.

jeweils bis zum Demonstrator entwickelt werden. Solche Kameras
können darüber hinaus in Massen-Produkten, z. B. als Mobiltelefon- und Videotelefonie-Kameras,
eingesetzt werden.
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