Intelligente Kameramodule
Das Facettenauge zum Vorbild
Lichtstarke Kameras mit großem Dynamikumfang sowie einer Baulänge von unter 3 mm - dieses Ziel setzt sich das Projekt 'Sitara' der Forschungsinitiative 'Integrierte Mikrophotonik'. Das Vorbild des Kamera-Moduls: Die Facettenaugen von Libellen oder Bienen.
'Sitara' ist die offizielle Bezeichnung des Projekts der Förderinitiative 'Integrierte Mikrophotonik' der Photonik Forschung Deutschland. Ziel ist die Entwicklung selbstadaptierender, intelligenter Multiaperturkamera-Module. Als Vorbild für die Entwicklung der lichtstarken und möglichst kleinen Kameras dient das Facettenauge von Insekten. Realisiert werden diese Module mit Hilfe von Mikro- und Nanostrukturierungstechnologien durch Parallelisierung und Automatisierung. Die Fertigung soll zudem mit geringem zeitlichem und personellem Aufwand betrieben werden, um so den Preis zu drücken.
Die Wissenschaftler arbeiten an einer High-Dynamic-Range-Kamera für die industrielle Bildverarbeitung, einer Kamera für Video-Sicherheitssysteme in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs sowie eine Automotive-Kamera. Am Ende steht nicht ein serienreifes Produkt, sondern ein Demonstrator. Solche Kameras lassen sich laut Fraunhofer darüber hinaus in Massen-Produkten, etwa als Mobiltelefon- und Videotelefonie-Kameras, eingesetzen.
An dem Projekt arbeitet das Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) gemeinsam mit dem Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik sowie sechs Industriepartner, darunter Daimler und Sick.
können darüber hinaus in Massen-Produkten, z. B. als Mobiltelefon- und Videotelefonie-Kameras,
eingesetzt werden.










