AT - Automation Technology
Abfüllkontrolle im Akkord
Das Zischen beim Öffnen einer Getränkedose hängt von der exakten Füllmenge und dem richtigen Fülldruck in der Dose ab. Doch wie lässt sich kontrollieren, ob Füllmenge und Fülldruck der festgelegten Norm entsprechen?
Der 3D-Kompaktsensor von AT scannt bei Millionen Getränkedosen täglich die Wölbung von deren Oberflächen. Aus bis zu 25.000 Profilscans pro Sekunde wird dabei eine detaillierte 3D-Punktewolke zusammengesetzt.
© AT - Automation TechnologyDamit eine Dose beim Öffnen richtig zischt, müssen Füllmenge und Fülldruck exakt passen. Um dies zu kontrollieren, hat AT – Automation Technology zusammen mit EVT Eye Vision Technology für ein international agierendes Unternehmen für Abfüllmaschinen eine Applikation entwickelt, die sogenannte Getränkecontainer mithilfe eines 3D-Scans inspiziert und bewertet – in einer Geschwindigkeit von 40 Dosen pro Sekunde beziehungsweise 3,5 Millionen Dosen am Tag. So hoch ist die Kadenz allein von einer dieser Abfüllmaschinen, die in den USA bei einem weltweit bekannten Getränkehersteller im Einsatz sind.
Die speziell für die Getränkeindustrie entwickelte Applikation läuft seit acht Jahren, im Sommer 2021 hat der Kunde 3D-Sensoren im dreistelligen Bereich nachgeordert, um mehrere hundert weitere Abfüllmaschinen damit zu bestücken. Die Applikation für die Dosendruckkontrolle basiert auf einer Inspektionssoftware, die problemlos mit den 3D-Sensoren von AT arbeiten kann. So kann die Applikation unkompliziert in jede neue Abfüllmaschine nach dem Plug&Play-Prinzip implementiert werden.
3D-Scan für Abfüllkontrolle
AT hatte für diese Applikation den Einsatz von 3D-Kompaktsensoren des Typs C5-2040CS-23-100 empfohlen, die eine Auflösung von 2.048 Punkten pro Profil und eine Geschwindigkeit von 25.000 Profilen pro Sekunde bieten. Dank einem Sichtbereich von 100 mm können die Sensoren flexibel auf die Position der Dose auf dem Laufband reagieren. Ausgestattet sind die 3D-Sensoren mit Standard-Interfaces wie GigE Vision, GenICam und GenICam 3D.
Fehlerfreier Dosencheck
Ausschlaggebend für die Entwicklung der Dosendruckkontrolle im Jahr 2013 war ein mangelhaftes Qualitätsmanagement. Der Getränkehersteller stand immer wieder vor dem Problem, dass es während des Abfüllprozesses zu kurzen Ausfallzeiten aufgrund von beispielsweise fehlerhaften Wölbungen der Dosenoberfläche kam. Um diese Fehlzeiten endgültig zu eliminieren, den Inspektionsprozess zu optimieren und die Dosenproduktion deutlich zu steigern, versprach sich der Getränkehersteller gewinnbringenden Erfolg durch die Entwicklung einer Applikation zur Inspektion von Dosendruck.
Die Autorin: Nina Claaßen arbeitet als Head of Marketing bei AT – Automation Technology in Bad Oldesloe
© ATDie Herausforderung dabei: Die Dosen sollten direkt auf dem Förderband per 3D-Scan auf ihren Druck geprüft werden, bei maximaler Geschwindigkeit. Dank der Applikation muss heutzutage im Normalbetrieb höchstens eine Dose pro Tag aufgrund einer fehlerhaften Oberflächenbeschaffenheit aussortiert werden. Das Förderband wurde für die Druckkontrolle mit einem Tracker versehen, der wiederum mit der 3D-Kamera verbunden ist. Überträgt diese eine von der Norm abweichende 3D-Punktewolke, verschwindet die Dose per Druckluft binnen Millisekunden vom Förderband.














