
Omron: Perspektive gewechselt
Menschenerkennungssysteme beruhen typischerweise auf einer Top-Down-Perspektive und nehmen ähnlich wie Sicherheitskameras Bilder auf. Omron hat sich für das Kamerasystem AM1 statt dessen für ein Training anhand von Bildern entschieden, die von vorn aufgenommen wurden. Dieser Ansatz verleiht dem System, das für menschliche Produktivität in industriellen Umgebungen entwickelt wurde, einen Vorteil bei der Erkennung und Analyse menschlicher Bewegungen. Es verwendet eine einzelne Top-Down-Kamera in Kombination mit einer Software, die speziell zur Erkennung und Interpretation menschlicher Bewegungen optimiert wurde. Das AM1-System wird mit um eine Vielzahl von Körperhaltungen und Bewegungsmustern erweiterten Standbildern und nicht mit Bewegungsabläufen trainiert. Die KI ist darauf trainiert, diese statischen Posen zu erkennen, die bei der Verarbeitung in Echtzeit dynamische Bewegungen darstellen. Von der Software wrden bis zu zehn Personen innerhalb eines 7 m × 7 m großen Bereichs mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent erfasst. So ist verfolgbar, wo und wie sich Mitarbeiter bewegen. Die Bildrate liegt bei 10 fps. Die Bilddaten der Kamera werden über Ethernet in einen Verarbeitungs-Hub eingespeist, der von einem ‚OpenVino‘-Beschleuniger von Intel betrieben wird.
