
Heutige Sensoren sind in den meisten Fällen einfache Messwert- beziehungsweise Datenwandler, die über recht simpel ausgeprägte Schnittstellen eine übergeordnete Zentralintelligenz – zum Beispiel eine SPS – mit Messdaten versorgen. Für die Herausforderungen der Zukunft sind allerdings Sensoren nötig, die vor Ort autonome Entscheidungen treffen können oder bereits ab Werk über eine eigene Produkt-Cloud verfügen, die intelligente Erweiterungsfunktionen ermöglicht. Mit Thinglyfied 2 bietet SSV einen aus Hard- und Software bestehenden Technologie-Stack an, der als Basis für hochintelligente Sensoren vorgesehen ist. Neben den CAD-Daten für ein Embedded-Modul mit Betriebssystem und Web- beziehungsweise NFC-basierter Konfigurationsschnittstelle steht eine Connectivity-Software-Suite mit diversen Automatisierungs-, IoT-, Industrie-4.0- sowie Security-Protokollen zur Verfügung. Im Technologie-Stack sind zudem verschiedene Statistik-Softwarekomponenten zur Häufigkeitsverteilungsanalyse von Messdaten oder für eine Echtzeit-Regressionsanalyse mit permanenter Vorhersage zur weiteren Entwicklung einer abhängigen Variablen enthalten. Weitere Datenanalysemodule ermöglichen Sensorprodukteigenschaften bis hin zur Embedded-KI. Die plattformunabhängigen Softwarebausteine lassen sich mit Hilfe eines Embedded-Micro-Gateways direkt in einen Sensor integrieren oder in einer Cloud ausführen. Das Ergebnis ist ein hochintelligenter Sensor, der auf Grundlage interner Datenmodelle eigene Entscheidungen treffen kann, um zum Beispiel Betriebsmittel oder Ersatzteile nachzubestellen, selbstständig einen Servicetechniker anzufordern respektive ein Transportband oder die Druckluftzufuhr in einer Fertigung zu stoppen, bevor ein größerer Schaden eintritt.
