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Artikel und Hintergründe zum Thema

ABB Deutschland

Stefan Kuppinger,

Umsatzsteigerung bei sinkendem Auftragseingang

Die deutsche ABB hat sich im ersten Halbjahr 2011 gut behauptet und den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 1,62 Milliarden Euro gesteigert. Leicht rückläufig war dagegen der Auftragseingang.

Der ABB-Bereich Industrieautomation und Antriebe verbuchte im ersten Halbjahr 2011 das stärkste Wachstum.

Konkret lag der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2011 mit 1,49 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahreswert von 1,56 Milliarden Euro. Als Ursache identifiziert ABB Verzögerungen bei der Auftragsvergabe – speziell bei den Großaufträgen über 15 Millionen US-Dollar Umsatz. Bei den so genannten Basisaufträge mit einem Volumen unter 15 Millionen US-$ wurde das Niveau gehalten. Umsatzwachstum sowie eine verbesserte Profitabilität spiegeln sich in einer deutlichen Ergebnissteigerung vor Zinsen und Steuern (EBIT) wider: 159 Millionen Euro Gewinn stehen bei ABB für Januar bis Juni in den Büchern nach 132 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Sehr positiv entwickelte sich dabei der Bereich Industrieautomation und Antriebe mit 192 Millionen Euro Umsatz. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (153 Millionen Euro) ein Plus von 25 Prozent. Grund war die gesteigerte Nachfrage nach Produkten zur Steigerung der Energieeffizienz und Produktivität von Anlagen und Maschinen. Der Auftragseingang stieg sogar um 27 Prozent auf 219 Millionen Euro. Positiv entwickelt sich auch die Division Prozessautomation: +12 Prozent beim Auftragseingang auf 280 Millionen Euro wurden erzielt. Auch im Bereich der Niederspannungsprodukte setzte sich die Entwicklung mit +5 Prozent beim Auftragseingang (414 Millionen Euro) und +12 Prozent beim Umsatz (426 Millionen Euro) fort.

Bedingt durch die Verzögerung bei der Auftragsvergabe von Großprojekten sowie durch den Stopp einiger Kraftwerksprojekte ging der Auftragseingang im Bereich Energietechnik-Systeme von knapp 300 Millionen Euro um 26 Prozent auf 216 Millionen Euro zurück. Der Umsatz stieg dagegen um 24 Prozent auf 380 Millionen Euro deutlich. Bei den Energietechnik-Produkten waren sowohl Auftragseingang (-19 Prozent / 382 Millionen Euro) als auch Umsatz (-8 Prozent / 392 Millionen Euro) rückläufig. Auch in den Bereichen Hütten- und Walzwerke sowie Tagebau lag der Umsatz mit 249 Millionen Euro sechs Prozent unter dem Vorjahr (264 Millionen Euro).

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