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Artikel und Hintergründe zum Thema

Bedienen und Beobachten:

Elmar Lichtenegger | Lukas Dehling,

Smart Mobilty mit Konzept

Handlich, tragbar, günstig und intuitiv bedienbar: Für Unternehmen gibt es viele Gründe, um auf mobile Endgeräte als Kommunikationstool zurückzugreifen. Jedoch gilt es bei der Einführung eines nachhaltigen Smart-Mobility-Konzepts einige Punkte zu beachten.

© Atos

Smart-Mobility-Technologien können dabei unterstützen, Produktionsabläufe effizient und sicher zu gestalten. So kann beispielsweise der Produktionsleiter in einem Unternehmen mit sehr großen Herstellungshallen die einzelnen Schritte des Fertigungsprozesses jederzeit auf seinem Endgerät (beispielsweise Smartphone, Tablet, Laptop) in Echtzeit mitverfolgen und falls nötig sogar eingreifen - ohne selbst vor Ort sein zu müssen. Durch eine maßgeschneiderte Smart-Mobility-Applikation lassen sich etwaige Probleme oder Fehler in der Produktionskette einfach erkennen und beheben. Zudem kann das verwendete Material sowie dessen Verarbeitung genau geprüft werden, um den Grund für Ausfälle oder hohe Ausschussraten zeitnah zu lokalisieren. Dazu sammelt die Applikation alle während der Schicht akkumulierten Daten und wertet diese aus. Der Ausreißer in der Produktionskette ist dadurch schnell gefunden. Ohne eine Smart-Mobility-Lösung wäre dafür ein wesentlich größerer Personal- und Zeitaufwand nötig. Die Technologie trägt somit zu Kosteneinsparungen bei - insbesondere bei Materialkosten - und beflügelt gleichzeitig Qualitäts- und Workflow-Verbesserungen.

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Arbeitssicherheit und Kosteneffizienz

Intelligent vernetzte Endgeräte unterstützen nicht nur bei der Optimierung von Arbeitsabläufen, sie sorgen auch für eine verbesserte Arbeitssicherheit für die Mitarbeiter. Mithilfe von Smart-Mobility-Konzepten lassen sich sogar mögliche Gefahrenstellen in den Produktionsstätten aufspüren und beseitigen. Präventive Wartung verringert die Häufigkeit von Unfällen am Arbeitsplatz: Auf integrierten mobilen Endgeräten haben die Anwender beispielsweise jederzeit Checklisten für die Produktionsstätte präsent. Fällt nun einem Mitarbeiter eine potenzielle Gefahrenstelle auf, kann er mit nur wenigen Klicks einen Wartungsauftrag generieren und diesen einfach und schnell an den technischen Dienst weiterleiten.

Der Kern von Smart Mobility

Mit Hilfe von Smart-Mobility-Konzepten lassen sich ­mögliche Gefahrenstellen in den Produktions­stätten ­aufspüren und eliminieren. Dank Smart ­Mobility ist die Service-Mannschaft bestens informiert.

© Atos

Dreh- und Angelpunkt einer solchen Prozessoptimierung ist in der Regel eine Mobile Enterprise Application Platform (MEAP). Cloud-basiert bietet sie die nötige Middleware und Werkzeuge, um zentral die Umsetzung, Tests, Bereitstellung und das Management von professionellen mobilen Apps für Produktions- und Wartungsanwendungen zu realisieren. MEAP steht ­damit für zwei Anforderungen: Zum einen dient die Plattform als Entwicklungsumgebung für Apps und konsolidiert Backend-Web-Services für die App-Verwaltung sowie deren Anbindung an die Datenbanken und Applikationen im Unternehmen. Zum anderen ermöglicht MEAP als Management-Konsole die Administration der Sicherheitsfunktionen und Zugriffsrechte für Anwender. Zur Verwaltung der Endgeräte selbst mit allen erforderlichen Konfigurationen, Einstellungen und installierten Apps kommt zumeist eine an MEAP an­geschlossene Mobile-Device-Management-Plattform (MDM) zum Einsatz.

Die strategische Entwicklung im Blick

Technisch gesehen kombiniert Smart Mobility plattformbasierte Entwicklungs- und Management-Umgebungen für mobile Applikationen mit Cloud-Infrastrukturen, die in bestehende he­terogene IT-Systeme und Unternehmenssoftware integriert werden. Taktisch führt Smart Mobility zu einem ­anderen Blick auf die strategische ­Entwicklung eines Unternehmens, denn die alltäg­lichen Abläufe, die ­Reaktionsgeschwindigkeit und nicht zuletzt die Kunden­orientierung verändern sich. Hier gilt es, nicht nur das ­eigene Unternehmen, sondern auch die mobilen Strategien der Wettbe­werber im Auge zu behalten.

Die Zukunft der Produktion verbindet nicht nur Anwendungen und die dafür benötigten Maschinen. Vom hohen Vernetzungsgrad durch Smart Mobility-Lösungen profitieren auch Wissensarbeiter und cross-funktionale Communities.

© Atos

Für die Umsetzung einer Smart-Mobi­lity-Strategie ist daher Expertenwissen aus unterschiedlichsten Fachbereichen gefragt.
Für die zentrale Projektführung empfiehlt sich ein herstellerunabhängiger Dienstleister beziehungsweise Lösungsanbieter, der nicht nur Referenzen für ­mobile Geschäftsanwendungen vorweisen kann. Wesentlich ist auch ein umfassendes Verständnis für das eigene Geschäftsfeld, die Besonderheiten der Branche und die Größenordnung des Vorhabens.
Hinzu kommt: Viele Smart-Mobility-Projekte können schon innerhalb kürzester Zeit in Form von Cloud-Services realisiert und gegen monatliche Gebühr zur Verfügung gestellt werden. Das bedeutet, für eine sehr breite ­Palette an mobilen Anwendungen ­fallen nur geringe bis keine Investitionskosten für IT-Infrastrukturen an. On-demand können viele Funktionalitäten einer kompletten Smart Mobility Suite genutzt werden, was gerade kleinen und mittleren Unternehmen entgegenkommt. Aber auch große Unternehmen profitieren davon, wenn das eigene Rechenzentrum nicht durch zusätzliche Systeme für mobile Kommunikation belastet wird.
Was für eine Smart-Mobility-Lösung spricht? Drei Vorteile liegen auf der Hand: Mittels integrierter mobiler ­Endgeräte lässt sich der Produktions­status auch aus der Ferne überwachen und ­steuern. Die einzelnen Abläufe behält der ­Produktionsleiter dabei durch Echtzeit-Analysen immer live im Blick. Zudem können durch Machine-to-Machine-Integration Kon­trollen und etwaige Wartungsarbeiten optimiert abgewickelt werden, was neben der Steigerung der Effizienz eine erhöhte Arbeitssicherheit mit sich bringt.

Autor: Elmar Lichtenegger ist Key Account Manager bei Atos.

Smart-Mobility-Projekte

Als spezialisierter Dienstleister für Smart-Mobility-Projekte setzt Atos auf ein fünfstufiges Vorgehensmodell:

Stufe 1: Planung
Gemeinsam mit dem Unternehmen wird eine Mobility-Strategie entwickelt, um anhand der Anforderungen das Lösungs­konzept zu entwerfen und darauf abgestimmt den Implementierungsplan festzulegen.

Stufe 2: Mobile Anwendungen ­entwickeln
Das Design der Applikationen und deren Implementierung umfasst Requirement ­Engineering, Software-Entwicklung mit Tests für alle erforderlichen mobilen Plattformen sowie die Bereitstellung der Anwendungen in unternehmenseigenen App-Stores.

Stufe 3: Plattform-Lösung für ­Backend-Integration
Für durchgängig verfügbare Daten vom eigenen Rechenzentrum bis hin zum mobilen Endgerät werden Smartphone-Anwendungen mit dem IT-Backend integriert. Dies erfolgt zumeist über Mobile Enterprise Application Platforms (MEAP), die als Cloud-Service zur Verfügung stehen.

Stufe 4: Management der mobilen Endgeräte
Eine Mobile-Device-Management-Plattform (MDM) zentralisiert die Verwaltung der mobilen Endgeräte, deren Einstellungen und Konfigurationen sowie die Sicherheitsfunk­tionen. Über diesen Weg wird auch der Store eingebunden, um unternehmensspezifische Apps bereitzustellen.

Stufe 5: Plattform für Kontext­informationen
Für kontextbezogene Daten, beispielsweise anhand von Lokalisierungen, werden Schnittstellen zu den entsprechenden Inhalte-Anbietern geschaffen und die Informationen nach Bedarf aggregiert.

Beispiele aus der Praxis

Früher war für Anlagenbetreiber in der Prozessindustrie die Instandhaltung der Gasleitungen bei einem Erdöl- und Erdgaskonzern ein langwieriger Prozess. Heute kann Smart Mobility das Workflow-Management verbessern: Denn Instand­haltungsaufträge werden elektronisch direkt an das Arbeiterteam weitergeleitet. Dieses erhält bereits unterwegs seine Anweisungen. Auch die erfolgten Arbeiten können umgehend digital quittiert werden. Über ein intelligentes Routing lassen sich dadurch auch mehrere Aufträge an einem Tag erledigen - und zwar immer von dem Team, das den jeweils kürzesten Anfahrtsweg hat. Während es in der Vergangenheit durchschnittlich vier Tage dauerte, bis das Abschlussdokument im System war, geschieht die Wartung sowie der administrative Prozess dahinter heute in einer relativ kurzen Zeitspanne. Weniger Medien­brüche im Instandhaltungsprozess resultieren in deutlich weniger Fehlern. Ähnliche Szenarien gibt es zuhauf. Ein deutscher Lifthersteller hat zum Beispiel in seinen Produkten SIM-Karten eingebaut, um diese zu vernetzen. Sensoren liefern dem Service-Team dadurch Informationen über einen bevorstehenden Verschleiß von Einzelteilen oder mögliche Funktionsstörungen. Über eine Cloud-Lösung sind die Verantwortlichen im technischen Dienst und in der Entwicklungsabteilung des Unternehmens darüber stets informiert. Gleichzeitig wird ein detaillierter Wartungsauftrag erteilt: Die Service-Mannschaft weiß genau, welcher Gerätetyp betroffen ist, wo sich das Gerät befindet und welche Bestandteile repariert oder ersetzt werden müssen. Die Vorteile: Der Liftbetreiber erfährt zwar von dem durchgeführten Service, hat aber keinerlei Ausfälle. Denn die Anzahl der Störungsfälle bleibt dank der intelligenten Vernetzung gering.

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