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Artikel und Hintergründe zum Thema

SCADA-Plattform

Lukas Dehling,

Progea setzt auf OPC UA

Progea setzt bei seiner neuen Generation der Software-Plattform 'Automation Platform.Next' auf die OPC-UA-Technologie. Geschäftsführer Markus Stadelhofer erläutert die Beweggründe und gibt Einblick in die IoT-Strategie des Unternehmens.

Markus Stadelhofer, Geschäftsführer von Progea: "Besonders in Hinblick auf Industrie 4.0 und IoT ist das OPC-UA-Modell praktisch ein Muss."

© Progea Deutschland

Herr Stadelhofer, was kann ihre neue Plattform-Generation und warum setzt Progea jetzt auf OPC UA?

Stadelhofer: Die neue Generation unserer Softwareplattform Automation Platform.Next ermöglicht die Entwicklung von Applikationen zur Datensammlung (Datenserver und Historian), zum Bedienen und Beobachten (SCADA) beziehungsweise zur Mensch- Maschinen-Interaktion (HMI) und sie basiert auf einer modernen und unkonventionellen Architektur. Diese quasi revolutionäre Technologie implementiert die jüngsten IT-Neuheiten und macht alle Kriterien des Zukunftsprojektes Industrie 4.0 zugänglich. Um dies umzusetzen, erkannte Progea als Mitglied der OPC-Foundation und mit Claudio Fiorani als Repräsentant der OPC Foundation Italien früh die Vorteile von OPC UA und die Möglichkeiten dieses neuen Standards.

Welche Möglichkeiten ergeben sich mit dieser Technologie?

Stadelhofer: Die OPC-Technologie basiert auf einem Modell, das den Voraussetzungen der Kommunikation und Interoperabilität entspricht. Diese Konzepte wurden in der Folge von Industrie 4.0 aufgegriffen. Es entstand die Spezifikation OPC Unified Architecture (OPC UA), die alle bisherigen COM-basierten Versionen ohne Funktions-, Effizienz-, Performance und Sicherheitseinbußen ersetzen sollte. Sie erfüllt die Anforderungen der Plattformabhängigkeit – zudem lassen sich mit OPC UA umfassende und erweiterbare Datenmodelle für die Beschreibung komplexer Systeme erstellen.

Wurden vorher andere Technologie-Standards eingesetzt?

Stadelhofer: Auch schon in der Vergangenheit hat sich OPC bei Progea etabliert – als Standard-Schnittstelle zwischen den Ebenen der Automatisierungspyramide. Unter anderem kamOPC DA zum Einsatz, was jedoch unter der COM-Abhängigkeit und Einschränkungen der DCOM-basierenden Remote-Access-Mechanismen litt. Aus diesem Grund entstand die Spezifikation OPC XML DA. Sie behält zwar die Charakteristiken ihrer Vorläuferin bei, verwendet jedoch eine hersteller- und plattformunabhängige Kommunikationsinfrastruktur. Die alleinige Konversation der OPC-DA-Spezifikation in webservice-basierte Versionen genügte jedoch nicht, um den Erfordernissen eines neuen Standards nachzukommen, vor allem aufgrund der eingeschränkten Performance von XML.

Sind Sie auch im Bereich IoT tätig?

Stadelhofer: Ja, Win10-IoT wurde bei Progea bereits erfolgreich getestet und zusammen mit einem Raspberry-Pi-2 zeigen wir anlässlich der SPS IPC Drives erste Lösungen im Bereich IoT. Wir folgen damit der Microsoft-Strategie eines einzigen Eco-Systems für alle Arten von Geräten und Systemen. Micro-Systeme in Verbindung mit Movicon.Next als Bedienoberfläche, sind die Bausteine eines Eco-Systems auf Basis der Automation Platform.Next von Progea.

Warum setzen sie dabei auf Windows 10?

Stadelhofer: Ob für kleinere Geräte wie Gateways und mobile Point-of-Sale-Scanner oder leistungsstarke Industriegeräte wie Roboter und spezielle medizinische Apparate – Windows 10 bietet eine gemeinsame Geräteplattform und systemeigene Verbindungen zu Geräten und der Cloud, um das Internet der Dinge zu ermöglichen. Alles auf einer einzigen Plattform – Windows 10 IoT . Besonders die Kooperation mit namhaften Hardware Firmen wie Raspberry-Pi-Foundation, Intel, und Qualcomm bietet zukünftig enorme Möglichkeiten, speziell in Mini-und Micro-Anwendungen.

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