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Artikel und Hintergründe zum Thema

Panel-PCs

Athanasios Koutsouridis | Lukas Dehling,

Für vielfältige Anwendungen

Als Bedienstationen sind Panel-PCs im Fertigungsprozess ­mittendrin im Geschehen. Deshalb müssen die Geräte je nach Branche gewisse Mindest-Anforderungen erfüllen – etwa bezüglich der Schutzklasse, der Hygiene sowie der Handschuhbedienung.

© Bressner

Gerade in lebensmittelverarbeitenden Branchen, in Fabrikautomation oder Fertigungsstraßen liegt die Messlatte für zertifiziertes Equipment und Hardware hoch. Das gilt insbesondere dann, wenn es um Human-Machine-Interfaces oder um sensible Peripherie geht. Um ein Eindringen von Staub, Schmutz oder Flüssigkeiten zu verhindern, setzen Hersteller auf entsprechend geschützte Panel-PC-Systeme. 

Unter diesem Fokus, sind alle Panel-PC-Modelle der ‚Orca‘-Serie von Bressner standardmäßig mit einer IP66-Zertifi­zierung konzipiert. Durch Konfiguration und Anpassungen an der Gehäusestruktur kann auch IP67, bis hin zu IP69K erreicht werden. Hierbei wird das Bildschirm-Panel, welches normalerweise aus Plexiglas besteht, durch eine Glasfront aus­getauscht und mittels Spezialkleber ver­siegelt. Diese maximale Aufrüstung lässt die Bedienterminals sogar einer Reinigung mit Hochdruck-Geräten stand­halten.

Um ihre Funktionalität sicherzustellen, werden alle Produkte vor ihrer Auslieferung auch unter harschen Bedingungen mit Hochdruck-Reinigern oder Dampfstrahlern getestet. 
 

Edelstahl bietet hohen Schutz

Ein SUS304-genormtes Edelstahlgehäuse und ein Full-Flat-Touchpanel, die zur Grundausstattung der Serie gehören, schützen die Geräte vor Oxidation und Korrosion durch Wasser oder saure sowie alkalische Flüssigkeiten, wie sie beispielsweise bei chemischen Fertigungsprozessen im Fahrzeugbau oder in Sanitäranlagen vorkommen. Der austenitische Chrom-Nickel-Stahl erschwert – aufgrund seines niedrigen Kohlenstoffgehalts und der Elektropolitur – die Ausbreitung von Keimen und Bakterien. Dies ist besonders für Branchen mit hohen Hygiene-Richtlinien von Vorteil.

In einigen Applikationsfällen – etwa in Chemiefabriken –, in denen starke Säuren oder Lösungsmittel angewendet werden, bietet Bressner auch die Möglichkeit SUS316-Gehäuse zu verbauen. Im Vergleich zum Typ 304 besitzt dieser Edelstahl auch einen Molybdän-Anteil von 3 %, wodurch die Korrosionsresistenz nochmal verbessert wird. Durch einen lückenlosen Aufbau zwischen Full-Flat-Touchpanel und den Gehäuse-Abdeckungen können Restkontaminationen vollständig vermieden werden. 

Darüber hinaus ist die ‚Orca‘-Serie mit einem Wärmeableiter ausgestattet, der durch eine interne Kühlung Schmutzquellen ausmerzt, die im Normalfall durch externe Kühlkörper auftreten können. Dafür wird ein sogenanntes Wärmerohr (Heatpipe) verwendet, welches an der zentralen Prozessoreinheit befestigt ist. Durch die thermischen Eigenschaften der Heatpipe kann eine große Wärmemenge von der CPU direkt über das Gehäuse nach draußen geleitet werden. Zudem ermöglicht das lüfterlose Design einen niedrigen Geräuschpegel im laufenden Betrieb.

Doch wie lassen sich die Monitore am Arbeitsplatz montieren? Neben einer klassischen VESA-Halterung können die Panel-PCs durch ein Wall-Mount Frame oder einen Table-Mount-Standfuß sicher an ihrem Bestimmungsort befestigt werden. Für beide Vorrichtungen kommt ein einheitlicher, U-förmiger Metallrahmen zum Einsatz, der entweder auf Arbeitsflächen oder an Wänden angeschraubt wird. Die ‚Orcas‘ können anschließend an den Einlassungen auf der linken und rechten Gehäuseseite mit Schraubgriffen rotiert und fixiert werden. Durch die vertikale Ausrichtung der externen Ein- und Ausgänge bleiben die Geräte platzsparend und einfach in ihrer Installation.

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Vor Außeneinwirkung geschützte Anschlüsse

In der Nahrungsmittel- und Getränkein-dustrie sowie bei Werkzeug- und Fabrikautomatisierungsmaschinen gibt es strenge Auflagen an Gehäusetechnik und Hardware-Ausstattung. Die ‚Orca‘-Panel-PC-Modelle sind diesen Anforderungen gewachsen: Durch eine Kombination aus Zink-Legierung und vernickeltem Metall sind sämtliche Panel-PC-Schnittstellen sowie der AC/DC-Stromadapter äußerst robust gegen mechanische Verformungen. Zu den Anschlussmöglichkeiten der Serie zählen standard-mäßig serielle Ports, USB-Eingänge (auf Anfrage auch mit USB 3.0 erhältlich) sowie LAN-Anschlüsse für Gigabit-Bandbreiten.

Bei allen Anschlüssen kommen bei der 'Orca'-Serie genormte M12-Schraubverschlüsse zum Einsatz.

© Bressner

Bei allen Anschlüssen kommen hierbei genormte M12-Schraubverschlüsse zum Einsatz, die ein Eindringen von Staub und Flüssigkeiten in die empfindliche Elektronik nahezu unmöglich machen. Außerdem können dadurch die mechanische Stabilität des Gehäuses sowie die optischen Eigenschaften und Bandbreiten von Lichtwellenleiter und Kupferkabeln gewährleistet werden. 

Im operativen Umfeld müssen neben der Visualisierung oft Audio-Ausgaben in Anspruch genommen werden – etwa für akustische Signale bei automatisierten Steuerungen von Backvorgängen, Fließbandfertigungen oder Metall- und Fräsarbei- ten. Auch hierfür sind die ‚Orca‘-Geräte gerüstet, indem Sie mit 2- beziehungsweise 5-Watt-Lautsprechern ausgestattet werden können. Durch eine hydrophobe Membran an den Innenseiten kann die IP-Schutzklasse aufrechterhalten werden, ohne die Ton- oder Display-Qualität zu beeinträchtigen.
 

Oberflächenbedienung mit Handschuhen

Die LED-LCD-Frontpanels sind mit den Bildschirmdiagonalen 15, 19 sowie 21,5 Zoll erhältlich und können je nach Modellgröße in verschiedenen Auflösungen (maximal bis Full HD) angeboten werden. Zum Standard gehört ein resistives Touchdisplay, das durch seine drucksensitiven Eigenschaften eine Bedienung mit jeglichen Arbeitshandschuhen zulässt. Wahlweise kann ebenso ein projiziert-kapazitiver Touchscreen (PCAP) verbaut werden, ähnlich wie er bei Smartphones oder Tablet-Computern Verwendung findet. Dieser ist besonders zur Realisierung von Multitouch-Anwendungen geeignet, lässt aufgrund der Sensorik jedoch keine Bedienung mit herkömmlichen Eingabestiften oder dicken Handschuhen zu. Speziell gummierte Touch-Stifte oder dünne Vinyl- be-ziehungsweise Latex-Handschuhe können trotzdem ohne Probleme eingesetzt werden.

Auch die Bildschirmhelligkeit ist im industriellen Kontext ein wichtiger Punkt. Innerhalb von Gebäuden genügt meist eine Bildschirmhelligkeit von 400 cd/m². Falls die Panel-PC-Systeme jedoch der Witterung oder direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind, lässt die Sichtbarkeit deutlich nach. Um diesem Effekt vorzubeugen, kann ein High-Brightness-LCD verbaut werden, das eine Leuchtdichte bis zu 1000 cd/m² ermöglicht. 

Im Falle von Kiosk- oder Ticketschalter-Systemen oder auch in industriellen Umgebungen, wo etwa mit schweren Werkzeugen hantiert wird, legen Nutzer häufig Wert auf einen Schutz vor Vandalismus. Daher bietet Bressner auf Kundenwunsch die Displays der ‚Orca‘-Modelle auch aus gehärtetem Glas an.

Autor: Athanasios Koutsouridis ist Marketing Manager bei Bressner.

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