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Artikel und Hintergründe zum Thema

Beckhoff / Hannover Messe 2017

Lukas Dehling,

Die Prozessindustrie im Blick

Beckhoff ist 2016 weiter gewachsen, wenn auch nicht ganz so exzessiv wie noch im vorausgegangen Jahr. Für neue Impulse soll der Einstieg in die Prozessindustrie sorgen.

Hans Beckhoff: „Für 2017 erwartet Beckhoff eine positive Entwicklung auf allen Kontinenten, stehen doch trotz aller politischen Anspannungen und Verwirrungen die Zeichen sehr gut für eine stabile und wachsende Weltkonjunktur.“

© Beckhoff

Im Geschäftsjahr 2016 hat Beckhoff Automation einen weltweiten Umsatz von 679 Mio. Euro erwirtschaftet, was einem Wachstum von 9,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. „Wir sind mit diesem Umsatzergebnis sehr zufrieden. Auch wenn das Wachstum, im Vergleich zum Vorjahr mit 22 %, eher moderat ausgefallen ist, ist es angesichts des weit geringeren Branchenwachstums ein beachtliches Ergebnis“, bilanziert Geschäftsführer Hans Beckhoff auf der zurückliegenden Hannover Messe. „Bewertet man die Entwicklung beider Jahre gemeinsam, dann ergibt das im Mittel ein vorzügliches Ergebnis von rund 15 %.“ Hauptwachstumsträger in 2016 war Europa, nachdem in den letzten Jahren Asien dominierte. Insbesondere sind die Wachstumsraten der zentraleuropäischen Länder Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien überdurchschnittlich hoch ausgefallen.

Internationalisierung schreitet voran
Um die Internationalisierung weiter voran zu treiben, setzt Beckhoff den Ausbau seines weltweiten Vertriebsnetzes kontinuierlich fort: Anfang des Jahres wurde der langjährige niederländische Distributor übernommen, sodass nun auch die niederländischen Kunden direkt betreut werden. So verfügen die Verler derzeit über 35 Tochterunternehmen und sind mit den eigenen Vertriebsgesellschaften und Distributoren in 75 Ländern der Welt vertreten. „Wir sind überzeugt, dass wir mit der flächendeckenden Verdichtung unserer Vertriebsorganisation – parallel zur Eroberung neuer Technologie-Märkte – unseren Umsatz weiter steigern können“, führt Hans Beckhoff aus.  

 

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Einstieg in die Prozesstechnik

Die neu vorgestellten EtherCAT-Klemmen der Serie ELX verfügen über eigensichere Ein-/Ausgänge und erlauben so den direkten Anschluss von Feldgeräten bis in Ex-Zone 0/20.

© Beckhoff

Neue Impulse soll dabei der Einstieg in den Markt der Prozesstechnik geben: Auf der Hannover Messe hat das Unternehmen speziell für diese Branche eine systemintegrierte Lösung für den Explosionsschutz vorgestellt – mit einem Ex-Komponenten-Portfolio für barrierefreie Konzepte bis in Zone 0/20. Hierzu zählen neben den EtherCAT-Klemmen der Serie ELX mit eigensicheren Schnittstellen unter anderem die ebenfalls neuen, für den Einsatz in Ex-Zone 2/22 geeigneten Control Panel und Panel-PCs der Serie CPX sowie die Steuerungssoftware TwinCAT mit zahlreichen spezifischen Prozesstechnik-Interfaces.

Bei Neuanlagen kann der Explosionsschutz direkt in die Gesamtsteuerung integriert werden, bei Bestandsanlagen lässt sich die PC-basierte Beckhoff-Steuerung einfach erweitern. Mit der Einbettung von Prozesstechnik-Schnittstellen wie NAMUR, HART, FDT/DTM werden zudem die gängigen Standards der Branche abgedeckt. „Der Markt der Prozessindustrie wird gemeinhin größer eingeschätzt als der Markt für die diskrete Maschinenautomatisierung, in dem Beckhoff vorwiegend zu Hause ist. Also ergeben sich für uns mit unseren neuen Produkten sehr gute zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten“, erläutert Hans Beckhoff die Beweggründe.

Auch weitere Zukunftsthemen will er nicht aus den Augen verlieren: „Eine spannende Rolle spielt in der Automatisierung auch das Thema Industrie 4.0 und IoT. Neue Wirk- und Funktionsprinzipien können damit realisiert werden.“ Mit der einfachen Cloud-Anbindung – direkt aus der Steuerung heraus – soll Funktionalität ausgelagert werden oder zusätzliche Cloud-Services in die Maschine integriert werden, um etwa fortgeschrittene Technologien wie artifizielle Intelligenz beziehungsweise ‚Deep Learning‘ einzusetzen und etwa vorausschauende Wartung zu realisieren.

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