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Artikel und Hintergründe zum Thema

Rockwell Automation

Meinrad Happacher,

Der Weg zur mobilen App-Plattform

Mobile Lösungen bereichern zusehends das Feld der HMI-Produkte. Rockwell Automation hat diesbezüglich einige Entwicklungen am Laufen. Kai Bergemann, Produkt Manager für Software erläutert, was zur Messe Neues kommt und welche Entwicklungen noch in der Pipeline sind.

Kai Bergemann, Rockwell Automation: "Die Bedienung von Maschinen über mobile Clients ist der nächste Schritt."

© Rockwell Automation

Herr Bergemann, was stellen Sie nun zur Messe vor?

Bergemann: Mobile Clients halten Einzug in die Produktion. Eine solche mobile Technologie-Plattform kommt bei uns seit einem Jahr im VantagePoint Mobile zum Einsatz. Mit FactoryTalk ViewPoint kommt jetzt das zweite Produkt auf Basis dieser Plattform: eine mobile, webbasierte Erweiterung unserer Visualisierungslösung FactoryTalk View.

Damit wird die Visualisierung also Plattform-unabhängig?

Bergemann: Das ist richtig! Unsere neue mobile Linie basiert auf HTML5, Angular JS und Bootstrap und unterstützt alle gängigen mobilen Plattformen: Apple iOS, Android, und Windows. Der Fokus liegt zunächst auf der Maschinen- beziehungsweise Anlagen-Visualisierung sowie der Bereitstellung von Informationen in Form von Trend-Analysen, Berichten und KPI-Dashboards.  Die Bedienung von Anlagen über mobile Clients ist der zweite Schritt, der bereits technisch möglich ist, sich aber erst später durchsetzen wird. Entscheidend ist, dass sich nicht nur Client und Plattform, sondern auch die Inhalte und die Darstellung der Inhalte ändern werden.

Wie sehen Sie die Zukunft der herkömmlichen HMI-Hersteller?

Bergemann: Die klassische HMI-Lösung wird ihren Platz beibehalten. Es kommt jedoch zu einer Verschiebung in Richtung mobiler und Plattform-unabhängiger Lösungen. Für die nächsten Mitarbeitergenerationen ist die Nutzung von Tablet und Smartphone heute selbstverständlich. Spätestens, wenn sie das Ruder übernehmen, werden sich mobile Clients in der Produktion endgültig durchsetzen. Auch inhaltlich wird es weg vom klassischen Client gehen. Schon jetzt ist das Bereitstellen von KPI-Dashboards in der gleichen webbasierten Umgebung möglich.  

Was folgt als nächstes?

Bergemann: Die Leistung aktueller Smartphones und Tablets reicht fast an die eines Standard-PCs heran. Bisherige Client-Applikationen nutzen jedoch meist weniger als 10 % dieser Leistung. In einer Produktionsumgebung oder einer weitläufigen Infrastruktur lässt sich die Netzwerkverfügbarkeit allerdings nicht immer garantieren. Dies könnte derzeit noch gegen die Nutzung mobiler Geräte in der Produktion sprechen.

Im nächsten Schritt adressieren wir genau diese Punkte. Rockwell Automation wird in Kürze eine mobile App-Plattform auf den Markt bringen, die mobile Geräte als Client und Server nutzt. Das heißt, dass Funktionen und Daten auch offline zur Verfügung stehen und Mitarbeiter sich 1:1 über ihre mobilen Geräte verbinden können. Hat ein Mitarbeiter gerade keine Verbindung zum Netzwerk, kann ein anderer Kollege benötigte Daten abrufen und über eine 1:1-Verbindung weiterleiten. Dies ist nur ein ­Beispiel, wie sich diese neue ­App-Plattform in eine bestehende Umgebung einfügen lässt. Zugeschnittene Informationen und unterschiedliche Funktionen werden über ‚eine‘ App bereitgestellt. Diese App-Plattform eröffnet eine neue Dimension in der Nutzung mobiler Geräte.

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