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Artikel und Hintergründe zum Thema

Bosch Rexroth

Günter Herkommer,

Von erholtem Marktumfeld profitiert

Bosch Rexroth hat im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von 10,4 % erzielt. Die höchsten Zuwachsraten verzeichneten die Bereiche Mobile Anwendungen und Fabrikautomation. Die Entwicklung im traditionellen Kerngeschäft Industriehydraulik war 2017 eher moderat.

Rolf Najork, Bosch Rexroth: „In den Marktsegmenten Automation und Industrie 4.0 sehen wir für 2018 eine stabile Entwicklung.“

© Bosch Rexroth

Insgesamt verzeichnete der Zulieferer für den Maschinen- und Anlagenbau in 2017 einen Umsatz von 5,5 Mrd. Euro. Der Auftragseingang stieg um mehr als 27 %. Darauf aufbauend konnte Bosch Rexroth die starke Entwicklung von 2017 in den ersten Monaten dieses Jahres fortsetzen. Laut  Rolf Najork, Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth, gebe der gute Start ins Jahr 2018 Anlass zu vorsichtigem Optimismus: „Die Nachfragesituation in den Industrieländern ist im laufenden Jahr bisher erfreulich. Regional weist Europa eine vergleichsweise kräftige Dynamik auf. Das Wachstum unseres Geschäfts in China schätzen wir dagegen etwas schwächer ein als im vergangenen Jahr.“

Regional wuchs Bosch Rexroth im vergangenen Jahr am stärksten in der Region Asien-Pazifik mit einer Umsatzsteigerung von 20,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch die Regionen Amerikas und Europa entwickelten sich positiv – mit 10 bzw. 8,5 % Umsatzwachstum. In Vietnam sicherte sich Bosch Rexroth einen Großauftrag für den Bau eines neuen Sturmflutsperrwerks in Ho Chi Minh Stadt. Auch mit den Übernahmen von Maestranza Diesel in Peru und Hytec Holdings in Südafrika im März 2018 hat das Unternehmen seine internationale Präsenz weiter ausgebaut. Zum Jahreswechsel beschäftigte es weltweit mehr als 30.500 Mitarbeiter, rund 3,5 % mehr als im Vorjahr.

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Bosch Rexroths Vision von Industrie 4.0

Mit vernetzten Fertigungstechnologien für Industrie 4.0-Anwendungen besetzt Bosch Rexroth einen wichtigen Zukunftsmarkt. Die vollvernetzte Fabrik, so wie Bosch Rexroth sie sich vorstellt, ist ein intelligenter Raum, in dem nur Boden, Seiten und Decke fest verbaut sind. Alles andere ist frei beweglich, die Fertigung stellt sich selbst auf und richtet sich flexibel ein – von der Einzelanfertigung bis zur Massenproduktion.

„Diese Fabrik der Zukunft ist unsere Vision von Industrie 4.0. Danach richtet Bosch Rexroth konsequent sein Portfolio für die Zukunft der vollvernetzten Industrie aus“, erklärte Najork. Auf der kommenden Hannover Messe 2018 stellt das Technologie-Unternehmen sein Konzept der Fabrik der Zukunft vor und zeigt, was es schon heute in der Fabrikautomation leistet und welche Lösungen es für morgen und übermorgen entwickelt.

Im Zuge der Fokussierung auf Zukunftsthemen baut Bosch Rexroth seine Kompetenzen im Bereich der Robotik konsequent weiter aus. Mit dem kollaborativen Roboter APAS assistant erweitert das Unternehmen das Portfolio seiner Automatischen Produktionsassistenten. Zusätzlich verstärkt sich Bosch Rexroth mit zwei Start-up Teams aus der Bosch Start-up-Plattform Grow: Intralogistic Robotics entwickelt Software für die Vernetzung und Automatisierung des Materialtransports. „So können wir unseren Kunden Lösungen für die Fabrik der Zukunft anbieten, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken“, erläuterte Najork. Deepfield Robotics entwickelt vernetzte und autonome Maschinen für die nachhaltige Landwirtschaft. Sie verringern den Verbrauch von Pestiziden und Wasser, indem sie beispielsweise Unkraut durch intelligente Kameras erkennen und ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln entfernen.

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