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Artikel und Hintergründe zum Thema

VDMA Antriebstechnik

Andrea Gillhuber,

Umsatzprognose auf +10 % erhöht

Ein starker Auftragseingang führt dazu, dass der VDMA-Fachverband Antriebstechnik seine Umsatzprognose um fünf Prozentpunkte anhebt. Vom Vorkrisenniveau spricht aber noch niemand.

© Pixabay / CC0

Von +5 auf +10 % hebt der VDMA-Fachverband Antriebstechnik die Umsatzprognose aus dem Frühjahr für das laufende Geschäftsjahr an. Grund hierfür ist ein starker Auftragseingang: Im Zeitraum von Januar bis Mai 2021 verzeichnete die Branche ein Plus von 33 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gestützt wird die Entwicklung von Kundengruppen wie Windkraft, Landtechnik, Baumaschinen und Fördertechnik, aber auch von den Exportmärkten USA und China.

Vorkrisenniveau frühestens ab Ende 2022

Eine große Herausforderung sowohl für Kunden als auch Lieferanten sind jedoch die Einschränkungen in den globalen Lieferketten, die zu Lieferschwierigkeiten und Kostendruck entlang der Wertschöpfungskette führen. Trotzdem ist die Branche für das Jahr zuversichtlich, das prognostizierte Umsatzwachstum zu erreichen. Allerdings variiert das Wachstum je Unternehmen nach Kundenstruktur und Produktvielfalt. So haben einige Antriebsspezialisten im Umfeld der automobilen Zulieferung immer noch den Transformationsprozess vor sich.

Der Fachverband warnt jedoch, dass der positive Ausblick nicht über die momentane Situation hinwegtäuschen dürfe. Obwohl die die Antriebstechnik die Krise in der Nach-Covid-Zeit relativ schnell durchlaufen hat, wird das hohe Produktionsniveau aus 2018 von knapp 18 Mrd. Euro aus heutiger Sicht nicht vor Ende 2022 erreicht.

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Wilhelm Rehm, Vorsitzender des Fachverbandes Antriebstechnik im VDMA und Vorstandsmitglied der ZF Friedrichshafen

© ZF Friedrichshafen

Fachverband treibt Digitalisierung und Klimaneutralität voran

Wilhelm Rehm, Vorsitzender des Fachverbandes Antriebstechnik im VDMA und Vorstandsmitglied der ZF Friedrichshafen, dazu: »Die Antriebstechnik ist technologisch gut aufgestellt. Die Herausforderungen der Zukunft für unsere Branche werden in den Themenfeldern Digitalisierung – im Prozess, im Produkt und in der Lieferkette – liegen und auf dem großen Gebiet der Klimaneutralität, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Dies spiegelt sich auch in unserer Verbandsarbeit wider mit den strategischen Linien Drive4Green und Antriebstechnik 4.0.«

Hartmut Rauen, Geschäftsführer des Fachverbandes Antriebstechnik im VDMA

© VDMA

Hartmut Rauen, Geschäftsführer des Fachverbandes Antriebstechnik im VDMA, ergänzt: »Deutschland ist heute bester Innovationsraum für die Antriebstechnik und will auch bester Produktionsraum bleiben. Die Branche ist hoch engagiert und managt mit ihrer Forschungsvereinigung Antriebstechnik FVA e.V. aktuell ca. 200 Forschungsprojekte an besten Hochschulen, die genau diese Themenstellungen aufgreifen. Aber wir benötigen von einer neuen Bundesregierung genauso wie vonseiten der EU in Zeiten massivster Transformationsprozesse eine transparente Kosten/Nutzen-Abwägung und möglichst marktwirtschaftliche, technologieoffene Rahmenbedingungen. Zudem muss die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandortes im Zentrum der Politik stehen, um die Potenziale für den Klimaschutz zu heben. «

Die Komponenten und Systeme der Antriebstechnik sind die entscheidenden Leistungsbausteine. An ihnen fließen Kraft, Drehmoment und Daten in einer Bewegung zusammen. Durch den seitens des VDMA forcierten Aufbau eines globalen Ökosystems der Industrie 4.0 ist die Branche gut positioniert, wie Rauen ausführt: »Wir arbeiten am digitalen Zwilling, der Machine Information Interoperability, legen Grundsteine für digitalbasierte Prozesse und werden diese auch nutzen, um die Lösungen hin zu einer intelligent vernetzten, klimaneutralen Produktion effizient zu realisieren.«

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