Beckhoff Automation

Günter Herkommer,

Transportsystem XTS – der „Linearmotor 2.0“?

Nach dem unlängst erfolgten Start einer eigenen Motorenfertigung macht Beckhoff den nächsten Schritt zum Ausbau der Antriebstechnik. Zur Hannover Messe stellte das Unternehmen aus Verl unter dem Kürzel XTS ein modulares Transportsystem vor, welches zwei Antriebsprinzipien – linear und rotatorisch – zu einem neuen kombiniert.

© Beckhoff

Uwe Prüßmeier, Beckhoff: "Im Grunde handelt es sich bei XTS um den 'Linearmotor'".

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Ein mechatronisches System, das alle Funktionen und Eigenschaften für den flexiblen und dynamischen Transport von Gütern vereint – so beschreibt Beckhoff sein neues eXtended Transport System (XTS). Laut Firmenchef Hans Beckhoff handelt es sich dabei um die konsequente Weiterentwicklung des Linearmotors mit ganz neuen Eigenschaften. Im Detail besteht das Systemkonzept aus den folgenden Bestandteilen:

  • ein modularer vollintegrierter Linearmotor mit Leistungselektronik und Wegerfassung
  • ein oder mehrere „Mover“ als bewegte Teile
  • eine mechanische Führungsschiene
  • ein Industrie-PC mit der Steuerungssoftware Twincat

Zusammen mit den Movern und Führungsschienen bilden die Motormodule eine Einheit. Sie enthalten die elektromagnetischen Spulen und alle weiteren aktiven Funktionalitäten, die für den Betrieb des Systems notwendig sind. Lediglich die Spannungsversorgung und eine Ethercat-Verbindung werden benötigt. Der weniger als 350 g wiegende Mover selbst enthält Magnetplatten, die zusammen mit den Spulen des Motormoduls Vortriebskräfte erzeugen können.

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Beliebige Streckengeometrien sind möglich

Die gewünschten Geometrien, Längen und Radien des Transportsystems werden durch die Anzahl und Auswahl der Komponenten gebildet. Verfügbar sind zunächst Führungsschienen bis 6 m Gesamtlänge in Stufen von 250 mm Länge, sowie 180-Grad-Bogenstücke. In einem weiteren Ausbauschritt sind zudem Viertelkreis-Bögen sowie Bögen mit 45 und 22,5 Grad geplant, womit der Anwender dann nahezu beliebige Streckenkonfigurationen beziehungsweise -geometrien realisieren kann.

Laut Uwe Prüßmeier, Produktmanager Feldbus- und Antriebstechnik bei Beckhoff, sind die Anwendungsmöglichkeiten für XTS kaum Einschränkungen unterworfen: „Die Mover – und das können prinzipiell beliebig viele sein - können beschleunigen, bremsen, positionieren und sich synchronisieren. Sie können absolute und relative Positionen zueinander einnehmen, sich gruppieren und aufstauen. In der Bewegung können sie darüber hinaus Klemmkräfte erzeugen – etwa um ein Produkt zu halten -, Energie durch Nutzbremsung zurückgewinnen und nicht zuletzt sowohl die Hin- als auch die Rückwege zu Transportzwecken nutzen.

(In der Print-Ausgabe der Computer&AUTOMATION lesen Sie weitere Details zu XTS.)

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