Automation/Antriebe

Meinrad Happacher,

Siemens auf der Hannover Messe 2012

Mehr Produktivität und Effizienz durch stärkere Vernetzung der Produktion – Unter diesen Leitspruch stellt Siemens den Auftritt auf der diesjährigen Hannover Messe. Ralf-Michael Franke und Thomas Schott gaben im Vorfeld der Messe schon einmal einen Einblick, was von den Divisionen Drive Technologies und Industry Automation zu sehen sein wird.

Ralf-Michael Franke: „Wir erreichen jetzt eine neue Dimension der Industriesoftware-basierten Integration.“

© Siemens

„Moderne Industrieunternehmen wollen relevante Informationen über ihre gesamte Wertschöpfung verknüpfen, um produktiver und effizienter zu werden“, ist Ralf-Michael Franke, CEO der Siemens-Division Drive Technologies, überzeugt. Der Chef der Drive Technologies Division legt dementsprechend seinen strategischen Fokus auf die Industriesoftware-basierte Integration für anspruchsvolle Antriebsaufgaben und Lösungen. Franke ist überzeugt, dass sich die Effizienzwerte in energieintensiven Branchen wie der Chemie oder der Metall- und Papierverarbeitung um bis zu 70 Prozent erhöhen lassen – und zwar alleine schon mittels kompletter Antriebssysteme, die von der Steuerung über Motoren bis hin zur Getriebetechnik in die Kundenanlagen integriert werden können.

Zum ersten Mal in Hannover zu sehen ist diesbezüglich die neue Getriebemotorenreihe Simogeart, die sich wie das gesamte Antriebsportfolio mit dem „Totally Integrated Automation Portal“ (TIA Portal) in Kundenanlagen einplanen lässt. Die neue Baureihe umfasst die Bauarten Stirnrad-, Flach-, Kegelstirnrad- sowie Schnecken-Getriebemotoren und soll Wirkungsgrade von bis zu 96 Prozent erreichen. Die Markteinführung erfolgt stufenweise in einem Leistungsbereich zwischen 0,09 kW und 200 kW und einem Abtriebsmoment bis 50.000 Nm.

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„Wer den Herausforderungen der Produktion erst in der laufenden Fertigung begegnet, kann die Einspar- und Verbesserungspotenziale nur unzureichend ausschöpfen“, spannt Thomas Schott, Leiter Factory Automation bei Siemens den Bogen noch etwas weiter: „Mit unserem Portfolio erschließen wir schon im Produktdesign und in der Produktionsplanung erhebliches Potenzial zur Verbesserung von Produktivität und Energieeffizienz.“

Thomas Schott: „Mit dem neuen Sektor Industry legen wir jetzt unseren Schwerpunkt eindeutig auf die Industriekunden.“

© Siemens

Hierzu setzt Siemens auf integrierte Technologien, die den gesamten Wertschöpfungsprozess vom Produktdesign über die Produktion und Wartung inklusive der entsprechenden Dienstleistungen abdecken. Mit dem in Hannover gezeigten TIA Portal sollen Unternehmen sämtliche Engineering-Aufgaben in der Automatisierungs- und Antriebstechnik von einer einzigen Software aus erledigen können, womit sich der Engineering-Aufwand um bis zu 25 Prozent reduzieren ließe. Darüber hinaus ist laut Schott das Branchen-Know-how von Siemens insbesondere im Hinblick auf Energieeinsparungen in die neuesten Produkte eingeflossen. Als Beispiel hierfür stellt Siemens auf der Hannover Messe das Energiemanagementsystem Simatic B.Data in der Version V5.3 vor, mit dem sich der Energieverbrauch unterschiedlicher Schichtbetriebe einer Produktion transparent darstellen und reduzieren lässt.

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