VDMA
Produktion - es bleibt bei plus zwei Prozent
Der VDMA hat seine Produktionsprognose von zwei Prozent für das Jahr 2015 bestätigt, erklärte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Hannover Messe.
Laut VDMA stieg die Produktion in Deutschland im Januar 2015 um 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der gesunkene Außenwert des Euro sorge derzeit weltweit für Rückenwind beim Verkauf von Maschinen. So sollten auch die Exporte innerhalb Europas in diesem Jahr auf Wachstumskurs bleiben. Gleiches gelte für die USA, zweitwichtigstes Abnehmerland des Maschinenbaus.
Im vergangenen Jahr ist die Produktion von Maschinen und Anlagen in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen um 1,1 % gestiegen. Insgesamt wurden Maschinen im Wert von knapp 200 Mrd. Euro produziert - und damit das Rekordergebnis von 2008 erstmals übertroffen. "Doch die Freude über dieses kleine Plus hält sich in Grenzen, denn der konjunkturelle Durchbruch blieb aus", erklärte Dr. Festge. "Mehr noch: Die Faktoren, die unseren Auftragseingang und damit auch zeitversetzt Umsatz und Produktion behindert haben, gelten weiterhin." Allein im Russlandgeschäft, das im vergangenen Jahr 6,5 Mrd. Euro ausmachte, musste ein Exportrückgang von minus 17 % verkraftet werden.
So bleibe auch das laufende Jahr 2015 für den Maschinenbau vielschichtig – nach Teilbranchen sowie nach Märkten. Es fehle nach wie vor an Investitionslaune, auch in Deutschland. So müsse laut Dr. Festge weiterhin mit Störungen, vielleicht sogar Rückschlägen gerechnet werden. "Schon deshalb wird sich die Maschinenbaukonjunktur im laufenden Jahr eher moderat entwickeln – national wie international. Mit einem Produktionsplus in Höhe von 2 % real wird sich der deutsche Maschinenbau in unserem Wettbewerbsumfeld eher im soliden internationalen Mittelfeld bewegen."
Plattform Industrie 4.0 - starkes Signal für die deutsche Industrie
Die Gründung der Plattform Industrie 4.0 am Messe-Dienstag – unter Beteiligung der Industrie, der Wissenschaft, der Verbände, der Politik und der Gewerkschaften - zeige die große Bedeutung des Themas. "Das ist ein starkes Signal für Industrie 4.0 made in Germany", betonte Dr. Festge.
Entscheidend für die Schlüsselrolle des Maschinenbaus bei der Weiterentwicklung von Industrie 4.0 sei, dass diese Industrie mit ihren Produkten Datenquelle für die intelligente Produktion sei. "Wir sind zugleich Anbieter und Anwender von Industrie-4.0-Technologien, gepaart mit der Innovations- und Marktführerschaft in vielen Bereichen und Segmenten", sagte der VDMA-Präsident. Der Maschinenbau mache es möglich, Daten zu erfassen, sie auszuwerten und zu interpretieren und damit smarte Produktionsprozesse sowie neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.













