Produktpiraterie

Andrea Gillhuber | Davina Spohn,

Neue Runde für Negativ-Preis 'Plagiarius' - Jetzt bewerben!

Seit 1977 prangert der Negativ-Preis 'Plagiarius' Produktpiraten an, die sich mit Hilfe besonders dreister Geschäftspraktiken die besagte goldene Nase verdienen. Unternehmen, die Opfer von Produktpiraten geworden sind, können diese für den Plagiarius-Wettbewerb 2013 anmelden.

Produkt- und Markenpiraterie ist ein Milliarden-Geschäft. Trotz Strafen lohnt sich das Geschäft mit gefälschter Ware. Betroffen sind jedoch nicht nur Hersteller von 'weißer' Ware oder anderen Konsumgütern, sondern auch die Industrie. Der Negativ-Preis 'Plagiarius' prangert die Geschäftspraktiken von Nachahmern, die Design und technische Lösungen kopieren und vertreiben, öffentlich an. Zu den Opfern der ausgezeichneten Fälscher gehören unter anderem Festo und auch Rittal.

Unternehmen, die ebenfalls Opfer von Nachahmung und Fälschung geworden sind, können diese bis zum 30. November 2012 für den Plagiarius-Wettbewerb 2013 vorschlagen. Schon allein die Teilnahme am Negativ-Preis als Ergänzung zur juristischen Verfolgung hat sich ab und an schon erfolgreich erwiesen: Aus Angst vor der öffentlichen Blamage haben sich manche Plagiatoren bereit erklärt, zum Beispiel eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben oder ihre Lieferanten preiszugeben.

Zum Wettbewerb einzureichen sind:

  • das Originalprodukt
  • das vermeintliche Plagiat
  • das ausgefüllte Anmeldeformular
  • die Korrespondenz mit dem Plagiator, falls eine solche erfolgt ist
  • Kopien von eingetragenen Schutzrechten, falls angemeldet
  • gegebenenfalls weitere Hintergrundinformationen

Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Pressekonferenz am 15. Februar 2013 auf der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente statt. Weiter Informationen zur Anmeldung finden sich hier.

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