Strategie EQ

Mercedes-Benz stellt neue Marke für Elektromobilität vor

Auf dem Pariser Auto Salon präsentiert Mercedes-Benz seine neue Produktmarke für Elektromobilität: EQ. Die beiden Buchstaben stehen für Electric Intelligence. Als erstes Modell stellt der Automobilhersteller die Studie Generation EQ vor.

Mercedes Benz stellt sein neues Konzept EQ vor. Die Studie Generation EQ im Look eines sportlichen SUV-Coupés gibt einen Ausblick auf eine neue Fahrzeuggeneration mit batterieelektrischem Antrieb.

© Daimler

Die neue Marke umfasst alle wesentlichen Aspekte für anwenderorientierte Elektromobilität und geht über das Fahrzeug an sich hinaus. EQ umfasst ein komplettes elektromobiles Ökosystem aus Produkten, Services und Technologien. Das Spektrum reicht von Elektrofahrzeugen über Wallboxen und Ladeservices bis hin zum Home-Energiespeicher.

„Dem Elektroantrieb gehört die Zukunft. Daher investieren wir massiv in eine batterieelektrische Flotte und in die Batterietechnologie – auch als Energiespeicher für die private und industrielle Nutzung. Mit EQ gehen wir einen Schritt weiter. Unter dieser Marke bündeln wir unser gesamtes Know-how rund um die intelligente Elektromobilität von Mercedes-Benz“, erklärt Ola Källenius, Vorstandsmitglied von Daimler, verantwortlich für Mercedes‑Benz Cars Vertrieb den wichtigen Schritt des Automobilherstellers.

Das Fahrzeug mit permanentem Allradantrieb verfügt über zwei Elektromotoren, die aufgrund skalierbarer Batteriekomponenten bis zu 300 kW / 408 PS leisten können. Die Reichweite liegt bei bis zu 500 km. Das maximale Drehmoment liegt bei 700 Nm.

Generation EQ kombiniert sämtliche Ladetechnologien: Das Fahrzeug ist sowohl für das Laden zu Hause via Induktion oder Wallbox als auch für das Schnellladen vorbereitet. Eine ideale Symbiose mit dem kabellosen Ladesystem via Induktion oder Wallbox könnten künftig die Mercedes‑Benz Energiespeicher bilden. Haushalte, die über eine eigene Photovoltaikanlage verfügen und ihren überschüssigen Solarstrom in einem Mercedes‑Benz Energiespeicher zwischenpuffern, profitieren damit von einer vom Energiemarkt weitgehend unabhängigen Versorgungsmöglichkeit mit grünem Strom.

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Fahrerentlastung im Mittelpunkt

Das Cockpit der Studie, die auf einer modellübergreifenden Fahrzeugarchitektur beruht, verzichtet auf klassische Schalter und Knöpfe aus. In zwei der drei schmalen Lenkradspeichen sind Touch Controls installiert, die in OLED-Displays integriert sind. Sie zeigen im jeweiligen Menü passende Icons und Symbole an; dank Touch-Funktion kann der Fahrer durch die verschiedenen Menüs scrollen und per Klick seine Auswahl bestätigen. Der 24 Zoll große TFT-Widescreen in HD-Qualität rückt alle relevanten Informationen wie Geschwindigkeit, Reichweite, Fahrdaten oder die Navigations- und Kartenthemen ins Blickfeld. Ob die Informationsdichte gering und damit das Design aufgeräumt dargestellt wird, oder Mehrinhalte angezeigt werden sollen, bleibt dem persönlichen Geschmack des Fahrers überlassen. Die Informationsdichte kann von einer digitalen Anzeige Schritt für Schritt erhöht werden und sich zu einem ein- bzw. auch zweitubigen Instrument aufbauen.

Der Generation EQ hat statt herkömmlicher Außenspiegel Kameras das Bild des rückwärtigen Verkehrs auf integrierte Displays in den Türen projizieren. Sowohl die Türöffner als auch die elektrischen Fensterheber werden mit Touch-Elementen bedient. Das mit vier Einzelsitzen ausgestattete Fahrzeug zeichnet sich zudem durch eine ausgeklügelte Lichtarchitektur.

Der Fahrzer wird durch verschiedene Assistenzsysteme unterstützt: Zusammen mit dem hochpräzisen Kartenmaterial von Here erkennen die Systeme zum Beispiel die genauen Kurvenradien sowie die Position und Größe eines Kreisverkehrs. Das Fahrzeug kann daraufhin die Geschwindigkeit und Fahrdynamik automatisch einregeln. Damit geht EQ einen weiteren Schritt auf dem Weg zum autonomen Fahren, immer unter der Prämisse Sicherheit und im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Sensor Fusion.

Darüber hinaus verfügt das Fahrzeug über die Car2X-Technologie und kann Informationen mit der Infrastruktur und anderen Fahrzeugen austauschen – eine ideale Grundlage für eine Reihe an neuen Assistenzfunktionen, die bestehende Systeme ergänzen und so einen weiteren Schritt in Richtung Unfallvermeidung gehen. Hilfreich für den Fahrer sind außerdem Hinweise über Lademöglichkeiten in der Umgebung. Sobald Generation EQ realisiert, dass das Fahrtziel mit der vorhandenen Batterieladung nicht erreicht werden kann, informiert er den Fahrer über entsprechende Optionen auf der Navigationskarte.

3D-Echtzeit-Kartendarstellung von Here

Ein weiteres Highlight ist die hochdetaillierte 3D‑Stadtansicht mit zukunftsweisendem Design. Die technische Grundlage dafür bildet die Kartenplattform von Here. So können zum Beispiel bei der Suche nach Point-Of-Interests Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten besonders hervorgehoben werden. Andere Gebäude treten elegant in den Hintergrund. Ein weiterer Schwerpunkt bei der Gestaltung der neuen Karten liegt in der Reduktion der visuellen Komplexität während der Fahrt: So sieht der Fahrer lediglich die für die Navigation relevanten Gebäude und Informationen. Hierbei zeigt sich das Zusammenspiel von Cockpit und Karte in außergewöhnlicher Weise – so spiegeln die Gebäude in der Karte detaillierte Reflektionen der Instrumentenbeleuchtung wider. Zugleich gibt die Kartendarstellung auch einen Ausblick auf neue Funktionen speziell für Elektrofahrzeuge: Der Fahrer bekommt Hinweise auf Ladestationen sowie Informationen, wo induktives Laden entlang der Route möglich ist. Auch eine Anzeige des aktuellen Energieverbrauchs entlang der gefahrenen Strecke ist in der hochdetaillierten Anzeige integriert.

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