Siemens
Grünes Licht für Dresser-Rand-Übernahme
Die EU-Kommission hat die geplante Übernahme von Dresser-Rand durch Siemens ohne Auflagen oder Bedingungen genehmigt. Bis Ende Juni soll der Erwerb abgeschlossen sein.
Das Geschäft von Dresser-Rand wird mit der Kompressor-Einheit und dem zugehörigen Service-Geschäft von Siemens eine neue Einheit Dresser-Rand in der Siemens Division Power and Gas bilden und sich vornehmlich auf die Öl & Gas-Branche fokussieren. Der derzeitige Dresser-Rand-CEO Vincent Volpe wird das Geschäft in der ersten Integrationsphase führen. Zum 1. September übernimmt dann Christopher Rossi den CEO-Posten. Rossi ist seit 28 Jahren Mitglied im Management-Team von Dresser-Rand. CFO wird Siemens-Manager Heribert Stumpf. Ab dem Jahr 2019 erwartet Siemens durch die Integration von Dresser-Rand jährliche Synergien von rund 200 Millionen Euro. Dresser-Rand erzielte als ein weltweit führender Anbieter für die Öl- und Gasindustrie sowie in der dezentralen Stromerzeugung im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 2,8 Mrd. US-Dollar und beschäftigte etwa 7900 Mitarbeiter. Die etablierten Marken aus dem Portfolio von Dresser-Rand bleiben bestehen.
Siemens zahlt allen Aktionären von Dresser-Rand 85,20 US-Dollar je Aktie. Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus den angebotenen 83 US-Dollar je Aktie zuzüglich des zeitabhängigen Zuschlages (Ticking Fee) von insgesamt 2,20 US-Dollar je Aktie für die Monate März bis einschließlich Juni 2015. Der Gesamtkaufpreis für den Erwerb aller ausstehenden Aktien zuzüglich der Übernahme der ausstehenden Finanz-Verbindlichkeiten von über 1,2 Milliarden US-Dollar von Dresser-Rand beträgt rund 7,8 Milliarden US-Dollar. Siemens finanziert den Kaufpreis aus dem Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit sowie neu ausgegebenen Dollar-Anleihen.










