Automatisierungsmesse
25 Jahre SPS IPC Drives - Eine Bilanz
Im November 2014 feiert die SPS IPC Drives Jubiläum. Dr. Peter Adolphs, Vorsitzender des Ausstellerberiates, lässt die vergangenen 25 Jahre Revue passieren.
Herr Dr. Adolphs, welches Resümee ziehen Sie nach 25 Jahren SPS IPC Drives?
Die SPS IPC Drives ist tatsächlich eine Erfolgsgeschichte ohnegleichen in der Messelandschaft unserer Branche. Es gibt wohl keine Veranstaltung, die bei Ausstellern und Besuchern gleichermaßen so gelobt wird. Das Konzept der Messe stimmt, und die Mesago als Veranstalter hat dafür gesorgt, dass der klare Fokus der Messe in all den Jahren erhalten geblieben ist. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass auch glückliche Umstände die Entwicklung der Messe beflügelt haben.
Umstände wie…
... nun ja, just in dem Moment, als wir in der Automatisierungsbranche erkannten, dass wir auf Dauer mit nur einer horizontalen Automatisierungsmesse – noch dazu in Norddeutschland – nicht klar kommen, ist die SPS IPC Drives von Sindelfingen nach Nürnberg umgezogen und hat mit dem größeren Messegelände einen süddeutschen Gegenpol zur Hannover Messe Industrie gesetzt; was schnell von den Ausstellern, aber auch von den Besuchern angenommen wurde.
Viele Messen haben in diesem Zeitraum einen starken Wandel durchgemacht. Die SPS IPC Drives ist zwar, wie Sie schon erwähnt haben, einmal umgezogen, aber ansonsten scheint die Messe keine großen Veränderungen durchlebt zu haben; außer dass sie ständig wächst!
Ich denke, ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die horizontale Ausrichtung der Messe. Von Anfang an hat man sich dadurch von Modethemen ferngehalten und schlicht und ergreifend die komplette Palette von Komponenten der elektrischen Automation ausgestellt. Das ist vielleicht nicht besonders sexy, dafür hat es aber auch kein Verfallsdatum. Solche Komponenten gab es vor 25 Jahren genauso wie es sie heute gibt und vermutlich auch in 25 Jahren geben wird. Aufgrund der hohen Innovationskraft gerade der deutschen Automatisierungsbranche ist zudem sichergestellt, dass es im Jahresrhythmus interessante Innovationen gibt, so dass die Besucher jedes Jahr von neuem in die Hallen strömen. Zudem wird die Messe deshalb von den Besuchern geschätzt, weil die Unternehmen mit Fachpersonal auf der Messe vertreten sind. Damit bietet die SPS IPC Drives auch gegenüber neuen Medien wie dem Internet Alleinstellungsmerkmale. Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass die Messe ihren Stellenwert behalten wird, solange weiter automatisiert wird.
Denken Sie, dass sich das Erscheinungsbild der Messe in den nächsten 25 Jahren wandelt? TrendThemen wie eine Industrie 4.0 suggerieren ja, dass in der Automation kein Stein auf dem anderen bleibt!
Natürlich wird die Messe durch Trendthemen beeinflusst, aber nicht grundlegend verändert. Das liegt daran, dass der Fokus der Messe die Komponente und nicht die Lösung ist. Lösungen ändern sich fortwährend, aber Komponenten als Bausteine der Lösungen werden immer benötigt. Und solange wir noch reale Produkte produzieren, werden viele Komponenten auch noch Hardware bleiben und die will der Techniker sehen und anfassen. Dazu ist eine Messe nach wie vor am besten geeignet. Aber auch für die Software zur Automatisierung ist die SPS IPC Drives zum Marktplatz geworden, wie man der aktuellen Hallenbelegung entnehmen kann. Hier geht es beim Messebesuch wohl vornehmlich um den Kontakt zu den Fachleuten der Hersteller. Aber ganz egal, ob Hardware oder Software – wer automatisieren will, braucht dazu die richtigen Bausteine, und die findet er bei einem Besuch in Nürnberg in der Woche vor dem 1. Advent eines jeden Jahres.










