Elektronikfertigung
Weidmüller trennt sich von Heyfra
Nach einer Mehrheitsbeteiligung im Jahr 2005 hatte Weidmüller die Firma Heyfra Electronic GmbH in der Lutherstadt Eisleben im Juni 2008 komplett übernommen. Seit 1. März dieses Jahres gehen beide wieder getrennte Wege.
Die Abspaltung der Weidmüller Heyfra GmbH & Co KG erfolgte in Form eines Management-Buy-Out. Das operative Geschäft der neuen Heyfra AG mit ihren rund 40 Mitarbeitern hat Nico Schwertfeger übernommen. Dietmar Franke, der das Unternehmen 1994 gründete, hat ebenfalls zum 1. März den Vorsitz des Aufsichtsrates übernommen. Seinen Worten zufolge hat Heyfra das Potential, „sich in einem schnell verändernden Automatisierungsumfeld fest als OEM-Anbieter zu etablieren.“ Neben der Fertigung von elektronischen Geräten und Systemen (hoher Mix – geringes Volumen) bietet die Heyfra AG die kundenspezifische Entwicklung von Hard- und Software mit Schwerpunkt auf Feldbussysteme beziehungsweise embedded Industrial-Ethernet-Lösungen für den Automatisierungsmarkt an.
Nach Aussage von Nico Schwertfeger werde das Unternehmen auch künftig für Weidmüller Auftragsfertigungen übernehmen. Was die Entwicklung betrifft, will Heyfra künftig mit einem Kooperationspartner zusammenarbeiten, den Schwertfeger zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht nennen mag. Die bisherige Entwicklungsmannschaft von Heyfra ist im Zuge des Management-Buy-Out zu Weidmüller an den Standort Detmold gewechselt. In der von Weidmüller angestrebten Konzentration der Entwicklung am Hauptsitz Detmold ist auch die Abspaltung von Heyfra begründet. 2008 war die Strategie noch eine andere: Damals betonte der ausgeschiedene Weidmüller-Vorstandssprecher Dr. Joachim Belz, den Heyfra-Standort Eisleben zum Kompetenzzentrum für Kommunikationselektronik mit Schwerpunkt Industrial Ethernet ausbauen zu wollen und dort neben der Fertigung auch die Entwicklung von Industrial-Ethernet-Produkten für die dezentrale Automation zu bündeln.









