Bosch Rexroth / Industrie 4.0
Spatenstich für Standorterweiterung in China
Mitte März 2019 hat Bosch Rexroth mit dem Ausbau seines Werks in Xi’an in China begonnen. Dafür sieht das Unternehmen rund 60 Mio. Euro vor. Mit dem Werksausbau verdoppelt Bosch Rexroth seine Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in Xi'an.
China will mit seinem Industrieentwicklungsprogramm “Made in China 2025” die Automatisierung und Digitalisierung der Produktion fördern. Damit bietet der Markt laut Bosch Rexroth ein enormes Potenzial für Lösungen für die vernetzte Industrie. Das deutsche Unternehmen produziert vor Ort in Fertigungsstätten für den chinesischen Markt. Mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten in Xi’an will der Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnologien seine Vision von der Fabrik der Zukunft weiter umsetzen: Ausgestattet mit dennach eigenen Angaben neuesten Industrie-4.0-Technologien soll das Werk die lokalen Bedarfe künftig noch besser bedienen. „Damit entwickelt sich Xi‘an zum Zentrum der Fabrikautomation von Bosch Rexroth in Asien“, sagte Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG, anlässlich des Spatenstichs. „Im vergangenen Jahr feierte Bosch Rexroth sein 40-jähriges Bestehen in China. Der Ausbau von Xi'an ist ein Zeichen für unsere Verbundenheit mit dem Markt.“
In Xi’an bündelt das Unternehmen seine Kompetenzen aus den Produktbereichen Automatisierung, Montagetechnik und Lineartechnik zukünftig unter einem Dach und erweitert sein Angebot ganzheitlicher Fabrikautomationslösungen für Kunden in Asien. Dabei soll es um ein effizientes Zusammenspiel von Technologien, Methoden und Anwendungen in der Fertigung gehen.
Geplant ist, dass das Werk in Xi‘an schrittweise ausgebaut und mit neuen Fertigungsverfahren digital aufgerüstet wird. Der Produktionsstart ist im ersten Quartal 2020 angesetzt. Ziel ist eine wirtschaftliche Produktion, die für hohe Flexibilität bei kurzen Durchlauf- und Lieferzeiten steht. „Mit vernetzten Fertigungstechnologien heben wir Produktion und Logistik in Xi’an auf ein neues Level“, erläuterte Najork. In einem weiteren Schritt soll die nächste Mobilfunkgeneration 5G in der Produktion vor Ort eingeführt werden. Laut Bosch Rexroth verzehnfacht die aktuell höchstmögliche Übertragungsrate im Mobilfunknetz auf mehr als zehn Gigabit pro Sekunde. Das ermöglicht Kommunikation in Echtzeit und erhöht die Zuverlässigkeit, mit der Produktionsdaten gesendet und empfangen werden.
Kollaborative Roboter unterstützen Mitarbeiter
In Xi’an profitieren nicht zuletzt die Mitarbeiter von vernetzten Lösungen: Die im Werk eingesetzten Technologien wie kollaborative Roboter und intelligente Arbeitsplätze unterstützen sie in ihren täglichen Arbeitsabläufen. Diese technischen Helfer übernehmen anstrengende oder gefährliche Tätigkeiten und leiten Mitarbeiter durch besonders variantenreiche und komplizierte Fertigungs-schritte. Darüber hinaus haben Mitarbeiter Zugriff auf digitale Zusatzangebote. Sie können beispielsweise über die Mitarbeiter-App ‘iStaff’ Essensempfehlungen erhalten, die Abfahrtzeiten des Shuttlebusses abrufen oder im hauseigenen Fitness-Center ihren individuellen Trainingsplan erstellen.
Bosch Rexroth in China
Bosch Rexroth ist seit 1978 in China präsent und baut kontinuierlich die lokale Wertschöpfung aus. Neben Xi’an betreibt das Unternehmen in China zwei weitere Produktionsstätten in Peking und Wujin. Zudem eröffnete Bosch Rexroth Ende 2017 in Chengdu das erste Innovationscenter in China, das die Anwendungsmöglichkeiten von Industrie 4.0 in den Mittelpunkt stellt. Dort lernen Mitarbeiter und Kunden, wie sie die innovativen Ansätze in der Praxis umsetzen können. Bosch Rexroth erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von gut 1,4 Mrd. Euro in der Region Asien Pazifik/Afrika. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von 20,7 % im Vergleich zum Vorjahr, mit China als dem stärksten Markt. Auch 2018 erzielte das Unternehmen in China hohe Wachstumsraten. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen im Land rund 2800 Mitarbeiter.













