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Artikel und Hintergründe zum Thema

Sercos International

Günter Herkommer,

Soft-Master-Core als Open Source

Sercos International (SI) hat auf der zurückliegenden Hannover Messe angekündigt, bis zum Jahresende in Kooperation mit Bosch Rexroth einen Sercos III Soft-Master-Core als Open-Source-Software zur Verfügung zu stellen.

Mit einem Sercos III Soft-Master kann auf einen spezifischen Sercos III Masterbaustein in Form eines FPGAs oder ASICs verzichtet werden. Stattdessen kommt ein Standard-Ethernet-Controller zum Einsatz und die Sercos III Hardware-Funktionen werden in einer host-basierten Treibersoftware emuliert. Mit diesem Implementierungsansatz lasse sich für eine große Zahl an Applikationen ein ausreichendes Echtzeitverhalten sicherstellen. Kommt ein Ethernet-Controller mit mehreren Queues und Telegramm-Scheduling (wie zum Beispiel der Intel i210) zum Einsatz, sind laut Peter Lutz, Geschäftsführer von Sercos International, sogar Synchronitäten im Bereich eines hardware-basierten Masters erzielbar.

Einige Unternehmen realisieren bereits erste Projekte auf der Basis des Sercos III Soft-Masters in Zusammenarbeit mit Bosch Rexroth. Nach einer kontrollierten Erprobungsphase soll der Soft-Master dann unter einer Open-Source-Software-Lizenz für die allgemeine Nutzung im Softwarepool von Sercos International zur Verfügung gestellt werden. Das Lizenz-Modell wird sich an dem der Sercos Masterbibliothek CoSeMa (Common Sercos API; http://sourceforge.net/projects/cosema/) orientieren, die bereits seit April 2009 als Open-Source-Treibersoftware zur Verfügung steht und sowohl für Hard-Master- wie auch Soft-Master-Implementierungen nutzbar ist.

„Mit der Bereitstellung einer Sercos III Soft-Master-Implementierung als Open Source wird es für Hersteller sehr viel einfacher, einen Sercos- III-Master zu entwickeln und gleichzeitig an zukünftigen Verbesserungen und Erweiterungen der Software zu partizipieren.“, ist Peter Lutz überzeugt und fügt hinzu: „Steuerungssysteme können damit künftig einfacher, kompakter und günstiger gestaltet werden. Dies ist nicht nur für den asiatischen Markt ein sehr wichtiges Kriterium.“

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5-Millionen-Marke geknackt

Ebenfalls im Rahmen der Hannover Messe gab Peter Lutz bekannt, dass Sercos in puncto installierter Echtzeit-Knoten die Marke von fünf Millionen überschritten habe. Zu den Neuinstallationen von etwa 480.000 Knoten im vergangenen Jahr trugen Sercos I/II mit 46% und Sercos III mit 54% bei. Dabei weise das Ethernet-basierte Sercos III bereits seit mehreren Jahren Zuwächse im zweistelligen Bereich auf, wohingegen die Zahl der Neuinstallationen bei der konventionellen Sercos-Schnittstelle (Sercos I/II) seit 2012 leicht rückläufig sei.

Sercos I/II basiert auf einem optischen Lichtwellenleiterring mit Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s und wird fast ausschließlich für die Antriebskommunikation eingesetzt. Sercos III hingegen ist ein universeller, auf Ethernet basierender Automatisierungsbus, über den nicht nur Antriebe, sondern das ganze Spektrum an Automatisierungsgeräten vernetzbar sind.

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