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Gewerkschaft und Betriebsrat

dpa | Andrea Gillhuber,

Siemens soll nicht weiter schrumpfen

Die IG Metall und der Siemens-Gesamtbetriebsrat wollen vom Münchner Konzern wieder mehr Investitionen in die heimische Produktion und mindestens ein Beibehalten der Personalzahlen in Deutschland.

© Siemens

Das Unternehmen müsse eine gewisse Größenordnung in Deutschland behalten, waren sich der IG Metall-Hauptkassierer und Siemens-Aufsichtsrat Jürgen Kerner und die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats Birgit Steinborn am Dienstagabend einig. »Das wird kein Selbstläufer«, sagte Kerner. Man werde mit dem Vorstand ringen müssen, dass die Beschäftigtenzahl gleich bleibe oder »einen Schnaps nach oben geht«.

Im Moment gebe es »Tausende Stellenausschreibungen von Siemens«, sagte Steinborn. Das kenne sie so gar nicht. Sonst sei es immer nur um Abbau gegangen und jetzt werde händeringend hoch qualifiziertes Personal gesucht. Grundsätzlich sehe sie die Chancen vom Siemens dabei gut: Man biete gute Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten, sich zu entwickeln.

Zudem betonte Kerner: »Siemens wird nie ein reines Softwareunternehmen werden.« Der Konzern brauche auch die Hardware. In beiden Welten vertreten zu sein, sei eine der zentralen Stärken der Münchner, weil es ihnen helfe zu verstehen, was die Unternehmen brauchen. »Die reinen Softwareunternehmen wollen in den Maschinenraum der Industrie«, sagte Kerner. Doch Siemens sitze dort dank seiner Hardware-Produkte schon. Daher sollte der Konzern den Hardware-Anteil nicht nur stabil halten, sondern auch in neue Produkte und Produktion investieren – oder »vielleicht auch das ein oder andere schlaue Hardwareunternehmen kaufen«.

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