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Artikel und Hintergründe zum Thema

Pepperl+Fuchs auf der SPS 2022

Inka Krischke,

Rundum digital

Bei Pepperl+Fuchs spiegelt sich der Einzug der digitalen Welt in die Fertigung seit diesem Jahr auch im Messestand-Konzept wider. Die Besonderheiten beschreibt Stefan Maus, Director Global Marketing bei Pepperl+Fuchs in Mannheim.

Stefan Maus: »Unser Standkonzept folgt der Fragestellung: Wie kann ich Digitalisierung für Messebesucher spannend visualisieren?«

© Pepperl+Fuchs

Herr Maus, der Stand von Pepperl+Fuchs ist ein richtiger »Hingucker« – die digitale Welt hat komplett Einzug gehalten. Was ist das Besondere an ihrem Standkonzept?

Stefan Maus: Das Besondere am Stand- beziehungsweise Exponate-Konzept von Pepperl+Fuchs ist die Idee, in Themenwelten und die damit verbundenen Applikationen einzutauchen und diese entsprechend zu visualisieren. Das erreichen wir durch zwei unterschiedliche Ebenen beziehungsweise Bildschirme – ein interaktiver, horizontaler Monitor, der navigierbar zur Applikation führt, und ein vertikaler T-OLED, auf dem man Details und Produkte in 3D erzeugen kann. Im Grunde genommen führt also die Kommunikation von der Applikation zum Produkt, anstatt – wie bei konventionellen Exponaten – vom Produkt zur Applikation gedacht.

In gewissem Sinne haben Sie den digitalen Exponaten den Boden ja bereits auf den Messen 2018 und 2019 bereitet – ich denke da an die »Bodyscans«. Beschreiben Sie kurz diesen Ansatz?

Eigentlich ist es ein ganz ähnlicher Ansatz, der der Fragestellung folgt: Wie kann ich Digitalisierung für Messebesucher spannend visualisieren?

Mit dem Bodyscan konnten wir publikumswirksam zeigen, wie eine aus einem Scanner erzeugte 3D-Messung eine Punktewolke erzeugen kann – das war 2018. 2019 haben wir dann gezeigt, wie eine Punktewolke mit einer zusätzlichen Farbinformation pro Pixel erzeugt werden kann. Dies war möglich, indem wir Besucher von einem Scanner- array vermessen haben, das Ergebnis auf Monitoren zeigten und dem jeweils »Vermessenen« als 3D-Modell mitgaben.

Das jetzige Standkonzept mit ausschließlich digitalen Exponaten feierte auf der diesjährigen Hannover Messe Premiere. Wie war die Resonanz?

Überwiegend positiv. Weil es ja auch optisch ein »Kracher« war. Natürlich gab es auch vereinzelte Stimmen, die die »echte« Produktpräsentation vermissten – sowohl von Kunden als auch von Mitarbeiterseite. Aber der Wow-Effekt überwog eindeutig.

Hier auf der SPS haben Sie aber doch auch wieder einige analoge Exponate dabei – warum? Genügt das rein digitale Konzept nicht?

Wir zeigen auf der SPS ein hybrides Konzept. Das digitale Exponat wird durch ein angedocktes, physisches Exponat ergänzt, das ein Produkt oder Produkte aus der Anwendungsumgebung des digitalen Teils highlightet. Ich denke, dass gerade bei spitzeren, anwendergeprägten Messen eben diese Kombination hilfreich sein kann. Natürlich werden wir die Erfahrungen der SPS in unsere weiteren Konzeptdiskussionen einfließen lassen.

SPS 2022: Halle 7A, Stand 411

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