zurück zur Themenseite

Schwerpunkt

Hannover Messe 2023

Meinrad Happacher,

Per REST zu DataSpaces und Metaverse

Die letzten Jahre hat die OPC Foundation OPC UA over MQTT als einheitliche Umsetzung der Edge/Cloud-Kommunikation bis zu IoT-Anbietern wie AWS und Azure positioniert. Mit einem REST-Interface zieht sie nun weiter in die IT-Welt ein – bis hin zu DataSpaces und dem Metaverse.

Stefan Hoppe, Präsident & Geschäftsführer OPC Foundation, und Angelina Marko, Bereichsleiterin Industrie 4.0 & Technische Regulierung, Bitkom, vereinbaren einen engen Informationsaustausch, was Informationsmodelle betrifft. Hoppes Appell an die IT-Welt: Keine neuen eigenen Werkzeuge für die notwendigen Informationsmodelle entwickeln, sondern die in langjähriger Arbeit entstandenen standardisierten Modelle der OT-Welt zu nutzen.

© OPCF

Nach der Fokussierung auf die Edge-Cloud-Kommunikation mittels OPC UA over MQTT setzt die OPC Foundation mit einer REST-Initiative ihre Aktivitäten fort. Ziel ist, eine harmonisierte Lösung für die Automatisierungswelt anbieten zu können, die vom Feld bis in die Cloud skaliert und den Zugriff auf die standarisierten Informationsmodelle der OT-Welt für Anwendungen wie DataSpaces und Metaverse und Initiative wie die Verwaltungsschale leicht möglich macht.

Stefan Hoppe, Präsident der OPC Foundation, sagt: »Die OPC UA Spezifikation beinhaltet Transportmuster wie Client/Server oder Pub/Sub, für die Anbindung an verschiedene Transportprotokolle wie TCP, UDP, MQTT, welche für OT-Umgebungen konzipiert wurden. Die IT-Welt möchte aber die standarisierten Daten aus dem OT-Bereich nutzen, um diese in Konzepten wie Asset Administration Shell, Data Spaces, Digital Twins und Metaverses zu nutzen.« Bei all diesen Initiativen und Lösungen geht es um den Austausch von Informationen zwischen mehreren Unternehmen mit unterschiedlichen Anwendungsfällen wie Produktlebenszyklusdaten (AAS) oder Governance-Daten (DataSpaces). In den meisten Fällen tauschen die Applikationen dabei Daten über proprietäre oder standardisierte HTTP-REST-Schnittstellen aus. Die neue Arbeitsgruppe OPC UA REST wird die bereits bestehende Schnittstelle weiter formalisieren und weitere Anwendungsfälle für die Integration von OPC-UA-Informationen über REST-Schnittstellen umsetzen.

»Unser Ziel ist es, die in der OT-Welt standardisierten Informationen der über 90 Companion-Spezifikationen der IT-Welt möglichst einfach verfügbar zu machen. Es wäre völlig verrückt, wenn die IT-Welt mit eigenem Werkzeug neue Informationsmodelle schreibt, wo sich Domänenexperten bereits auf standardisierte Modelle geeinigt haben. Mehr als 14 Jahre Arbeit der Industrieexperten und viele Steuergelder würden damit verschwendet werden«, warnt Hoppe und fordert OT und IT auf, sich besser miteinander abzustimmen.

Passend dazu hat die OPC Foundation zur Messe mit der deutschen Bitkom ein Memorandum of Understanding zum engen Informationsaustausch vereinbart. Zuvor war bereits im Februar mit dem amerikanischen Digital Twin Consortium (DTC) eine Kooperation besiegelt worden, welche auch die ersten Früchte trägt: »Die OPC Foundation unterhält den globalen Standard für sichere industrielle
Interoperabilität für Informationsmodellierung und Datenaustausch, der im Rahmen der Zusammenarbeit mit DTC allen zugutekommt, die semantisch identische digitale Zwillinge erstellen wollen. Die digitalen Zwillinge der DTC werden vollständig mit dem OPC UA Framework kompatibel sein, das in den Laufzeitkomponenten im operativen Bereich verwendet wird. Die Anwender haben den Nutzen, jeden Datenaspekt schnell und präzise modellieren und mit jedem digitalen Zwilling interagieren zu können.«

Anzeige

OPC UA goes Metaverse

Bereits im Oktober letzten Jahres hat die OPC Foundation mit ihren Vorstandsfirmen mit der Metaverse Gruppe eine weitere IT-Initiative ins Leben gerufen, um die Nutzung von OPC UA in industriellen Metaverse-Anwendungen weiter voranzutreiben. Auf der Messe zeigt die Foundation ein industrielles Metaverse als Open-Source-Projekt am Beispiel einer Windpark-Anwendung. Dabei wird auf einer Open-Source-Referenzarchitektur der Fertigungsontologie des Digital Twin Consortium und mit einer mit Unity erstellten virtuellen 3D aufgesetzt. De facto agiert OPC UA mit seinen Modellierungsmöglichkeiten und der sicheren Konnektivität als digitaler Zwilling – die virtuellen Turbinen sind mit der physikalischen Realität per OPC UA over MQTT gekoppelt.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

OPC UA

Neue Spezifikation für den Maschinenbau

Eine neue Version der OPC UA for Machine Tools Companion Specification ist jetzt verfügbar. Die vom VDW getragene Joint Working Group mit der OPC-Foundation hat eine Ergänzung erarbeitet, die ab sofort eine Integration bereits vorhandener...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

OPC Foundation

OPC UA von der Cloud bis zum Sensor

OPC UA etabliert sich auch als Standard für den Austausch von Prozessdaten zwischen Steuerungen. Der nächste Schritt ist nun, die für den Anwendungsfall Controller-to-Controller entwickelten Konzepte für die Anwendungsfälle Controller-to-Device und...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Delta Logic

Update bringt Unterstützung für TIA V19

Delta Logic hat die Software ‚Accon OPC UA Server‘ auf Version 1.4.0.0 aktualisiert. Zu den neuen Merkmalen gehören der Support für TIA Portal-Projekte der Version V19 sowie für die aktuelle Firmware für CPUs der Siemens-Steuerungen S7-1200 und...

mehr...

SPS 2024

Automation trifft auf Innovation

Vom 12. bis 14. November findet die SPS – Smart Production Solutions in Nürnberg statt. Auch in diesem Jahr greifen Veranstalter und Aussteller die Trends der Automatisierungsbranche auf und zeigen passende Lösungen. Auch dem Einzug der IT in die...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren