Balluff auf der SPS 2023
Ohne tiefes IT-Know-how
Wie kommen Daten aus der Fertigung in die IT? Balluff präsentierte hierfür in Nürnberg eine Software-as-a-Service-Lösung namens Asset Data Provider (ADP). Artur Nonnenmacher, Product Manager bei Balluff, verrät Details.
Herr Nonnenmacher, was verbirgt sich hinter dem ADP?
Kurz zusammengefasst, bieten wir mit dem Asset Data Provider, kurz ADP, eine integrative Software-as-a-Service-Lösung an, die es Usern ermöglicht, Daten aus der OT-Ebene zu sammeln, vorzuverarbeiten und für die IT-Ebene bereitzustellen – ohne tiefes IT-Know-how. Die Softwarelösung basiert auf einer Low-Code-Technologie. Sie ermöglicht die effiziente Extraktion von Daten aus verschiedenen Arten von Assets – zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Robotern, Steuerungen und Sensoren. Diese Daten werden am Edge analysiert und anschließend für die IT-Welt bereitgestellt – einschließlich ERP, Cloud und IIoT-Anwendungen.
Wie funktioniert das im Detail?
ADP verfolgt einen ‚Hybrid-First‘-Ansatz, der aus zwei Hauptkomponenten besteht: ADP Cloud und ADP Edge. Die ADP Cloud bietet eine breite Palette vordefinierter Module wie Input, Analytics und Output, die es Benutzern ermöglichen, intelligenten Data Flow schnell und unkompliziert mithilfe der Drag & Drop-Funktion zu erstellen. Zusätzlich zu diesen Modulen stehen Funktionen wie One-Click-Deployment, Zugriffsrechte, Versionskontrolle und ein Credentials Vault zur Verfügung, die die Funktionalität erweitern und die Sicherheit erhöhen.
In der ADP Edge erfolgt die Echtzeit-Datenvorverarbeitung für verschiedene IT-Systeme und IIoT-Anwendungen. Darüber hinaus können geräteübergreifende IO-Link-Master und -Devices problemlos in Betrieb genommen, parametriert und konfiguriert werden, dank der ‚Plug & Play‘-Funktion. ADP Edge kann sowohl am Edge selbst, On-Premise oder in der Cloud bereitgestellt werden.
Für wen eignet sich die Lösung?
ADP passt für produzierende Unternehmen, unabhängig davon, ob sie sich am Anfang ihrer Digitalisierungsreise befinden und erste Herausforderungen in Proof-of-Concepts beziehungsweise PoCs bewältigen oder bereits erfolgreich die PoC-Phase abgeschlossen haben und über dedizierte Ressourcen für die weltweite Skalierung verfügen.
Funktioniert ADP ausschließlich mit Balluff-Produkten?
Um für unsere Kunden eine ganzheitliche Lösung anzubieten, muss Interoperabilität gewährleistet sein. Daher stellen wir eine breite Palette vordefinierter OT-Connectoren zur Verfügung, darunter Siemens S7, OPC UA, MQTT, Rockwell, Modbus und geräteübergreifende IO-Link-Master und -Devices. Gleichzeitig bieten wir unseren Kunden auch eine Auswahl an IT-Connectoren, wie beispielsweise Microsoft Azure, AWS, Google Cloud, SAP, Influx DB, Oracle DB und Mongo DB. Damit ermöglichen wir Nutzern eine nahtlose Integration in ihre bestehenden OT- und IT-Infrastrukturen.
Was haben Anwender davon?
Drei Vorteile möchte ich besonders hervorheben: Zum einen erleichtert ADP die Entwicklung von Digitalisierungs- und IIoT-Projekten durch Low-Code und Drag-and-Drop-Funktionen sowie vordefinierte Module. Dies verkürzt die Projektdauer und führt zu niedrigeren Gesamtbetriebskosten. Zum zweiten speichert unser Hybrid-First-Ansatz keinerlei Daten in der Cloud – die Verarbeitung dieser Daten erfolgt stattdessen in den verteilten ADP Edge Nodes, wo die Daten erfasst und analysiert werden. Dies gewährleistet eine zukunftssichere IIoT-Infrastruktur und maximale Datensicherheit. Und zum dritten ermöglicht unser One-Click-Deployment aus der ADP Cloud Anwendern, Proof-of-Concepts weltweit auszurollen, zu aktualisieren und anzupassen, was das Software-Lebenszyklus-Management erheblich vereinfacht.
Halle 7A Stand 303










