Bosch / PPMP
Neues Protokoll für Industrie 4.0
Bosch hat anlässlich eines gemeinsamen Workshops des Industrial Internet Consortiums und der Plattform Industrie 4.0 am 21. September ein neues Protokoll für den Austausch von Daten in der vernetzten Industrie vorgestellt.
Dank des jetzt vorgestellten PPM-Protokolls (PPMP, Production Performance Management Protocol) sollen zum Beispiel kleine und mittelständische Unternehmen Daten ihrer an Hersteller gelieferten Sensoren schnell, einfach und sicher an die Produktionssysteme großer Firmen übertragen können. Das Protokoll ist frei verfügbar und kostenlos.
Das von Bosch-Experten entwickelte Protokoll unterstützt das Production Performance Management (PPM). Dieses Verfahren spielt laut Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner in der Industrie 4.0 eine zentrale Rolle. Zum Hintergrund: In der Produktion werden mithilfe von Sensoren riesige Datenmengen erhoben und analysiert. Ziel ist es, die Produktionsabläufe zu verbessern. Arbeiten alle Komponenten einer Fertigungslinie wirklich optimal zusammen? Bremst eine Komponente den Prozess aus? Benötigt eine Maschine ungewöhnlich viel Strom? Ist ein Antriebsmotor heiß gelaufen und droht auszufallen? Solche und andere Fragen lassen sich mit einem PPM-System beantworten – und Störungen beseitigen. Zugleich ermöglicht das PPM eine effiziente und umfassende Steuerung der Produktion.
Um Produktionsabläufe bestmöglich steuern zu können, müssen die zahlreichen Sensoren und Maschinen an einem Standort der zentralen PPM-Software ihre Daten zuliefern. Dies ist sehr aufwendig, denn bislang sprechen all diese Maschinen und Sensoren viele unterschiedliche Sprachen. Die Verständigung unter- und miteinander ist schwierig. Damit sich Maschinen und Sensoren besser verständigen können, hat Bosch das PPMP entwickelt.










