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Schwerpunkt

OPC Foundation auf der SPS

Meinrad Happacher,

Happy Birthday OPC UA!

Am 3. November 2003 fand die erste Sitzung der OPC Foundation statt, um mit der Definition von OPC UA zu beginnen. 20 Jahre später zieht Präsident Stefan Hoppe ein Fazit und gibt einen Ausblick auf die nächsten Jahre.

© OPC Foundation

„20 Jahre OPC UA-Standardisierung“, freut sich Stefan Hoppe auf der Pressekonferenz und erinnert an die erste Sitzung zur Definition von OPC UA vom 3. bis 7. November 2003. Seither hat sich viel getan. Jüngste Aktivitäten, die Hoppe besonders am Herzen liegen, betreffen die Interoperabilität in Cloud-Applikationen. Der Präsident der OPC Foundation bemängelt, dass „OPC UA bisher in der IT-Welt zu wenig bekannt ist.“ Seiner Aussage nach ändere sich dies derzeit allerdings, da die OPC Foundation ein „einzigartiges Angebot“ habe. Hoppe: „Wir liefern eine leistungsfähige Beschreibungssprache um Daten, Schnittstellen und das Verhalten der Applikation zu beschreiben. Für den Austausch der Informationen zwischen Firmen sind die Transportmöglichkeiten und geprüfte Security im Paket enthalten. Directory-Dienste und Filetransfer sind seit 2013 Bestandteil von OPC UA und in vielen Produkten umgesetzt. REST-Schnittstellen mit OPC UA sind seit 2016 einsetzbar, werden aber aktuell weiter ausgebaut und liefern der IT-Welt einen einfachen Zugriff auf standardisierte Daten – egal ob live oder statisch.“

Aktuelle Aktivitäten im Überblick

Im nächsten Punkt geht Hoppe auf die Aktivitäten des Smart Manufacturing Institut CESMII ein – dem US-amerikanische Konterpart zur deutschen Industrie 4.0-Initiative. CESMII präsentiert auf der SPS das Proof-of-Concept eines ‚EU Digital Product Passport‘ (DPP), der ein ‚Product Carbon Footprint Smart Manufacturing Profile‘ auf Basis von OPC UA enthält. Darüber hinaus nutzt der DPP das ‚Asset Administration Shell Exchange‘-Dateiformat (AASX) sowie die ‚Asset Administration Shell REST‘ (AAS REST) Schnittstelle der Plattform Industrie 4.0. Der DPP wurde mit dem kürzlich aktualisierten CESMII ‚Smart Manufacturing Profile Designer‘ entwickelt, der ebenfalls auf dem Stand der OPC Foundation ausgestellt ist. Weiter bietet in den USA das Digital Twin Consortium eine auf OPC UA basierende Open Source-Lösung an, um digitale Zwillinge mit Interoperabilität auszustatten.

Bereits abgeschlossen sind die Arbeiten der Metaverse-Gruppe. Hoppe: „Wir haben ein industrielles Metaverse als Open Source-Projekt am Beispiel einer Windpark Anwendung lauffähig gezeigt!“ Die Metaverse-Gruppe hat dabei auf eine Open Source-Referenzarchitektur der Fertigungsontologie des Digital Twin Consortium und auf eine mit Unity erstellte virtuelle 3D-Landschaft aufgesetzt. De-facto agiert OPC UA mit seinen Modellierungsmöglichkeiten und der sicheren Konnektivität dabei als digitaler Zwilling – die virtuellen Turbinen sind mit der physikalischen Realität per OPC UA over MQTT gekoppelt.
Das Thema Künstliche Intelligenz geht die OPC Foundation nun ebenfalls mit einer Arbeitsgruppe an. Hoppe: „Der öffentliche Aufruf zur Teilnahme erfolgt in Kürze.“
Ebenfalls abgeschlossen ist die erste Phase der im November 2018 ins Leben gerufenen Initiative Field Level Communications (FLC). Diese hatten den Fokus auf der Controller-to-Controller (C2C) Kommunikation, also der horizontalen Vernetzung von Steuerungen für den zyklischen Austausch von Prozessdaten inklusive echtzeit- und sicherheitskritischer Daten. Voraussichtlich ab Mitte des Jahres 2024 können erste UAFX-Produkte für diese Phase zertifiziert werden.
Der Schwerpunkt der zweiten Projektphase läuft bereits und liegt auf dem Use Case Controller-to-Device (C2D) inklusive der Entwicklung von Anwendungsprofilen für Geräte zur Bewegungssteuerung und -regelung, Feldinstrumente und der E/A-Peripherie.
 

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Erste Robotersteuerung zertifiziert

Eine hohe Qualität der OPC UA Integration gewinnt durch die Vielzahl der OPC UA-Projekte zunehmend an Relevanz für Endkunden. Durch die Forderung der Endkunden nach zertifizierten Produkten, werden inzwischen auch Applikationsschnittstellen vermehrt getestet. „Mit Seiko Epson haben wir dieses Jahr die ersten sechs Roboterschnittstellen für eine korrekte OPC UA Integration zertifiziert“, schließt Hoppe.

OPC Foundation auf der SPS 2023: Halle 5, Stand 140

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