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Artikel und Hintergründe zum Thema

Industrielles Internet

Meinrad Happacher,

Eine neue Netzwerk-Architektur

Die Grundlagen für die Zukunft des industriellen Internets schaffen – Dieses Ziel verfolgt das Forschungsprojekt 'Find'. Unter Federführung des DKFI soll ein intelligentes Netzwerkmanagement für Industrie 4.0 entstehen.

Die effiziente Vernetzung von Komponenten, Anlagen und Assistenzsystemen in der Smart Factory erfordert ein intelligentes Netzwerkmanagement. 'Find' soll hierfür die Grundlagen schaffen.

© DFKI

Im Projekt ‘Find’ - ‘Future Industrial Network Architecture’ - haben sich Vertreter aus Industrie und Wissenschaft zusammengetan, um basierend auf neuesten Netzwerktechnologien aus den Bereichen Industrieautomatisierung, Internet und 5G-Mobilfunk die Grundlagen für die Zukunft des industriellen Internets zu erarbeiten. Neben dem DFKI als Gesamtkoordinator gehören Bosch, Festo, das Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo, HMS, Bosch Rexroth,  rt-solutions.de, Siemens, die Technische Universität Dresden und die Universität Passau dem Konsortium an. Koordiniert wird das Konsortium von Professor Hans D. Schotten, wissenschaftlicher Direktor am DFKI und Leiter des Forschungsbereiches Intelligente Netze. ‘Find’ wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 4,3 Mio. Euro über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert.

Ziel des Projekts ‘Find’ ist die Entwicklung einer Gesamtarchitektur für das zukünftige Industrielle Internet und insbesondere einer Netzwerksteuerung, die weitgehend automatisch die Anforderungen der industriellen Anwendungen auf die unterschiedlichen Ressourcen und Möglichkeiten der Vernetzung abbilden und überwachen kann. Manuelle Eingriffe bei der Konfiguration eines Netzwerkes sowie im laufenden Betrieb sollen damit auf ein Minimum reduziert werden. Zudem ist angestrebt,  automatisiert auch über verschiedene Vernetzungstechnologien hinweg definierte Dienstgüten auf einer Ende-zu-Ende-Basis zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise lassen sich etwa komplexe, verteilte Steuerungsarchitekturen flexibel und effizient realisieren, wobei die zugrundeliegende Komplexität vom Anwendungsentwickler und Fabrikbetreiber weitestgehend abstrahiert wird. Ausfälle einzelner Ressourcen, beispielsweise einer Steuerungshardware, können automatisch kompensiert werden um unnötige Stillstandzeiten von Anlagen oder Maschinen zu reduzieren und somit die Effektivität der gesamten Produktion zu erhöhen. Neben zukünftigen und aktuell in der Entwicklung befindlichen Systemen, wie Time-Sensitive Networking (TSN) oder 5G, sollen auch die zahlreichen schon vorhandenen industriellen Kommunikationstechnologien und -geräte einfach eingebunden werden können, um eine nahtlose Migration zu ermöglichen.

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