Bitkom-Umfrage 2026
Geteilte Stimmung in Startups
Ein Drittel der Tech-Startups in Deutschland berichtet von einer besseren Geschäftslage, fast ebenso viele von einer Verschlechterung. Neun % rechnen mit einer möglichen Insolvenz binnen eines Jahres. Nur die Hälfte würde erneut in Deutschland gründen.
Die wirtschaftliche Lage deutscher Tech-Startups wird unterschiedlich bewertet. 35 % der Unternehmen geben an, dass sich ihre Situation im vergangenen Jahr verbessert habe, 30 % berichten von einer Verschlechterung. Für weitere 35 % ist die Lage unverändert geblieben.
Deutlich kritischer fällt die Einschätzung der allgemeinen Startup-Situation in Deutschland aus: 19 % sehen hier eine Verbesserung, 37 % eine Verschlechterung. Neun % – etwa jedes elfte Startup – halten eine Insolvenz innerhalb der kommenden zwölf Monate für möglich.
Die Zahlen stammen aus einer Befragung von Bitkom Research im Auftrag des Bitkom. Befragt wurden 133 Tech-Startups in Deutschland online zwischen Kalenderwoche 3 und 6 des Jahres 2026. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, soll jedoch ein Stimmungsbild der Branche abbilden.
Ralf Wintergerst, Präsident des Digitalverbands, sagte: „Viele Startups kommen voran, aber ebenso viele kämpfen mit der schwierigen konjunkturellen Lage. Was allen helfen würde: leichterer Zugang zu öffentlichen Aufträgen, weniger Regulierung und mehr Möglichkeiten, Daten für innovative Services und Technologien einzusetzen.“
Zur Standortfrage äußerten sich die Gründerinnen und Gründer zurückhaltend: 50 % würden erneut in Deutschland gründen. 20 % würden ein anderes EU-Land bevorzugen, 7 % die USA und 11 % ein anderes Land außerhalb der EU. Acht % machten keine Angabe, fünf % würden nicht erneut gründen.
Die Befragten wurden unter anderem zur Veränderung der Startup-Situation in Deutschland, zur Lage des eigenen Unternehmens sowie zu einer möglichen erneuten Gründung befragt.










