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Artikel und Hintergründe zum Thema

Phoenix Contact

Günter Herkommer,

2-Milliarden-Marke im Visier

Phoenix Contact hat die Zahlen für 2016 bekannt gegeben. Demnach konnte die Blomberger Unternehmensgruppe ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 3,2 % steigern. In diesem Jahr soll die 2-Milliarden-Euro-Marke fallen.

Phoenix-Contact-CEO Frank Stührenberg: „Im Branchenvergleich ist der 2016er Umsatz sicher kein schlechtes Ergebnis. Unser geplantes Ziel von 6 % wurde damit - auch bedingt durch Wechselkurseffekte - aber nicht erreicht “.

© Phoenix Contact

Konkret ist der Umsatz der Unternehmensgruppe in 2016 auf 1,977 Mrd. Euro gestiegen. „In Italien, Russland und Indien konnten wir zum Beispiel sehr positive Umsatzzuwächse zwischen 12 und 17 % erzielen“, erläutert Frank Stührenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung, die unterschiedliche Marktentwicklung und ergänzt: „Das dynamische Wachstum des Elektromobilitätsmarktes bescherte dem Tochterunternehmen Phoenix Contact E-Mobility sogar ein Umsatzplus von 70%.“ 150 Mio. Euro investierte der Hersteller von Industrieelektronik in den Ausbau der Unternehmensgruppe. In diesem Zuge kamen zudem 500 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu.

Für das laufende Jahr erwartet Phoenix Contact ein Umsatzwachstum von rund 6,5 %. Stührenberg gibt sich zuversichtlich: „Im ersten Quartal konnten wir bereits einen sehr guten Umsatzzuwachs von über 12 % verzeichnen. 2017 werden wir die 2-Milliarden-Euro-Marke überschreiten.“ Rund 150 Mio. Euro will das Unternehmen auch in diesem Jahr in den nationalen und internationalen Ausbau investieren. Am italienischen Standort in Mailand entstehen zum Beispiel zusätzliche Vertriebs- und Schulungskapazitäten mit rund 6.000 m². In Indien werden die Produktions- und Logistikkapazitäten mit einer Investition von 5 Mio. Euro erweitert. Und am Standort Blomberg wird die Größe des Laborgebäudes von Phoenix Testlab, Prüflabor und Zertifizierungsinstitut für technische Produkte, auf 4.000 m² verdoppelt.

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Taiwanesischen Ethernet-Spezialisten übernommen

Zu den Investitionen zählen zunehmend auch Unternehmensbeteiligungen. Anfang April hat das Unternehmen die Mauell Netzleittechnik GmbH aus Velbert zu 100 % übernommen. Mit der Integration des Automatisierungsspezialisten für Energienetze in die Unternehmensgruppe setzt Phoenix Contact seine Wachstumsstrategie im Energiemarkt fort. Ganz aktuell hat Phoenix Contact zudem das taiwanesische Unternehmen Etherwan System (rund 190 Mitarbeiter), Hersteller von Ethernet-Kommunikationstechnik in der Automation (u.a. Medienkonverter und Switches), übernommen. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit 15 Jahren zusammen. Phoenix Contact stärkt damit nach eigener Aussage signifikant seine Netzwerktechnologie, eine Schlüsseltechnologie für die Digitalisierung. Über die Phoenix Contact Innovention Venture GmbH hat sich die Phoenix-Contact-Gruppe im Februar nicht zuletzt an der SmartB Energy Management GmbH, einem Berliner Start-Up für das Energiemanagement in gewerblichen Gebäuden, beteiligt.

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