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Artikel und Hintergründe zum Thema

Erneuerbare Energien

Andrea Gillhuber,

Windkraftturbine an der Drachenschnur

Je höher die Windkraftanlage, desto größer die Energieausbeute. Warum? Mit wachsender Höhe steigt die Windstärke. Konventionelle Windkraftanlagen geraten hier an ihre Belastungsgrenzen – nicht aber der Prototyp von Altaeros Energies.

Die Windkraftanlage BAT von Altaeros Energies aus Boston erzeugt elektrischen Strom in einer Höhe von bis zu 600 Metern.

"Ich will dich steigen sehn, du sollst hoch am Himmel stehn. Flieg, flieg, flieg, Drachen im Wind" sang Rolf Zuckowski über Drachen, die nicht nur Kinder bei Wind in den Himmel steigen lassen. An Drachen erinnert auch die Entwicklung von Altaeros Energies: Sie lassen eine Windturbine wie einen Drachen in den Himmel steigen.

Bei der Windenergie gibt es eine einfach Regel: Je höher, desto stärker bläst der Wind. Deshalb versuchen Windenergieanlagenhersteller, ihre Kraftwerke höher zu bauen. Mit der Höhe steigen aber auch die Anforderungen an die Statik der Windmühle. Dieses Problem umgeht Altaeros Energies mit ihrem Drachen-Prinzip.

Zugegeben, es sieht schon sehr futuristisch aus, wenn ein Ballon in Form eines Zylinders mit einer Turbine im Hohlraum in den Himmel steigt und per Kabel am Boden an Ort und Stelle gehalten wird. Der Vorteil dieser Technik ist, dass die Höhe der Turbine variabel ist. Bis zu 600 Meter kann die 'BAT' genannte Windkraftanlage laut Website steigen. Die Windausbeute ist damit höher.

Flieg, flieg, flieg, Windkraftanlage

Altaeros Energies System 'BAT' integriert bewährte Technik aus der Luft- und Raumfahrt bzw. Windturbinentechnik. In die Höhe gehoben wird die Turbine mit Hilfe eines Helium-Ballons, der sich die "Flugtechnik" des Tethered Aerostats Radar Systems zu Nutzen macht. Mit der Technik wurde bereits einiges schweres Kommunikations- und Überwachungs-Equipment in schwindelerregende Höhen transportiert, – wie der Name schon sagt – zumeist Radar-Systeme.

 

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Bald an Alaskas Himmel zu sehen

Auf der Internetseite des Bostoner Unternehmens - einem am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründeten Start-up -  erfährt man außerdem, dass die ersten solcher Windkraftanlagen in Alaska installiert werden sollen. Der Landstrich biete sich an, da dort kaum Flugverkehr herrsche und so die fliegenden Windturbinen auch niemandem im Weg sind.

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