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Artikel und Hintergründe zum Thema

Explodierende Energiepreise

Andrea Gillhuber,

VDMA fordert Strompreisdeckel

Laut VDMA-Präsident Karl Haeusgen sehen sich mittelständische Maschinenbauer durch die explodierenden Energiepreise »unkalkulierbaren Risiken außerhalb ihres Kerngeschäfts ausgesetzt«. Er fordert einen temporären Strompreisdeckel.

Karl Haeusgen, Präsident des VDMA.

© VDMA

Auch die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sehen sich mit drastischen Preissteigerungen konfrontiert. Laut VDMA führen hohe Unsicherheit und extreme Preisspitzen am Spot- und Terminmarkt dazu, dass Versorger extrem risikoavers agieren.

»Große Sorge bereitet die Lage bei Neuverträgen im Energiebereich. Zahlreiche Unternehmen haben akute Probleme, neue Energieverträge für Strom und Gas angeboten zu bekommen oder abschließen zu können. Einige mittelständische Maschinenbauer sehen sich damit unkalkulierbaren Risiken außerhalb ihres Kerngeschäfts ausgesetzt«, äußert sich VDMA-Präsident Karl Haeusgen. Anders als im Privatkundenbereich gibt es für Unternehmen keine zwingende Grundversorgung durch einen Energieanbieter. »In der jetzigen Krisensituation braucht es einen temporären Strompreisdeckel«, äußert sich der VDMA-Präsident.

Grundsätzlich sind Preis-Caps einer Marktwirtschaft fremd, hohe Preisspitzen sind ein Anreiz für Investitionen in Kraftwerke für Spitzenlasten. Preis-Caps sind aber dann ein temporäres Instrument, wenn ein Markt durch Spekulanten und externe Schocks in Unordnung gebracht wurde, was aktuell der Fall sei, so der VDMA. Als dringend und wichtig sieht der Branchenverband die Notwendigkeiten für ein neues, europäisches Strommarktdesign – hier gilt aber Gründlichkeit vor Schnelligkeit.

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