Stromversorgung
Großserienfertigung für Thermoelektrik-Chips eröffnet
Die weltweit erste automatisierte Großserienfertigung für Thermoelektrik-Chips hat die Freiburger Micropelt GmbH in Halle/ Saale am 22. Juni eröffnet. Auf 400 Quadratmetern Produktionsfläche stellt das Unternehmen dort thermoelektrische Dünnschichten her, die aus Abwärme elektrischen Strom erzeugen.
Die auf Silizium-Wafern hergestellten Dünnschichten erzeugen elektrische Energie aus frei verfügbarer Abwärme. Sie finden Einsatz als stecknadelgroße Mikrokühler, Sensoren und Thermogeneratoren. Nach Aussage des Unternehmens ist die Leistungsdichte der zehn Quadratmillimeter großen Thermogenerator-Chips weltweit führend.
Einsatzpotential für die Thermogeneratoren bestehe vor allem im Bereich der Funksensorik und Mikroaktorik, erläutert Burkhard Habbe, Leiter Geschäftsentwicklung bei Micropelt: „Heutige Funksensoren sparen zwar viel Geld, indem die aufwändige Verkabelung vermieden wird. Die Lebenszykluskosten dieser Geräte werden aber oftmals von der erforderlichen Batteriewartung dominiert. Dieser Zusatzaufwand schmälert bisher das Einsatzspektrum ganz erheblich.“ Die Thermogeneratoren und Thermoharvester lieferten in vielen Fällen mehr Energie, als der herkömmlichen Batterie entnommen wird. Zudem benötige der Harvester keinerlei Wartung und beziehe obendrein seine Primärenergie völlig kostenlos.
Micropelt entwickelt und produziert derzeit auf Pilotanlagen in Freiburg. In Halle bereitet ein Team aus Produktionsfachleuten aller relevanten Disziplinen den Serienstart vor. Sobald die Fabrik die volle Kapazität erreicht hat, peilt Micropelt in Halle ein Fertigungsvolumen von jährlich fünf bis zehn Millionen Chips an.
Die neu eröffnete Serienfertigung der Thermoelektrik-Chips hat ein Investitionsvolumen von 15 Millionen Euro und ist auf dem Gelände des Technologiezentrum Halle (TGZ) angesiedelt. Das TGZ unterstützt Micropelt bei der Vernetzung mit regionalen Technologieclustern aus Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten, Universitäten und Unternehmen, aber auch mit Investoren aus der Region Sachsen-Anhalt.










