ABB und GM
Gebrauchte Elektroauto-Batterien für Haushalte nutzen
General Motors (GM) und ABB forcieren zusammen die Zweitverwertung von Elektroauto-Batterien. Ihr vorgestellter Prototyp aus fünf gebrauchten Batterien eines Chevrolet Volt soll bis zu fünf durchschnittliche amerikanische Haushalte zwei Stunden mit Strom versorgen.
Das Chevrolet Volt-Batteriesystem ermöglicht laut den Partnern eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und den Lastausgleich im Netz. Auf der Veranstaltung 'Electrification Experience' stellten GM und ABB es Mitte November 2012 der Öffentlichkeit vor. Für die gesamte Beleuchtung und audiovisuelle Ausrüstung des Events lieferte der Prototyp in einer netzunabhängigen Struktur 25 kW Leistung und 50 kWh. Generell stellt er die "weltweit erste Nutzung von Autobatterien zur möglichen Reservestromversorgung von Haushalten und für die kommerzielle Nutzung dar", betont Allen Burchett, bei ABB Senior Vice President für Geschäftsentwicklung in Nordamerika. Eine ähnliche Anwendung könne eines Tages dazu dienen, mehrere Wohnhäuser oder kleinere Industrie- und Bürogebäude während eines Blackouts mit Strom zu versorgen. Auch könnte so Strom in kostengünstigen Perioden für die Nutzung in teuren Spitzelastzeiten gespeichert werden.
Seiner ganzheitlichen Strategie im Bereich Batterien bleibt GM mit dem Batteriesystem treu: "Unsere Batterieentwicklung erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus der Akkus, einschließlich der Zweitnutzung", erklärt Pablo Valencia, bei GM Senior Manager of Battery Lifecycle Management. Sobald eine EV-Batterie das Ende ihrer Nutzungsdauer im Fahrzeug erreicht habe, verfüge sie in vielen Fällen noch über 70 % oder mehr ihrer Kapazität, so Valencia. "Diese umfangreichen Kapazitäten können vor dem Recyclen der Batterie für andere Anwendungen wie die Stromversorgung in Gebäuden ausgeschöpft werden", folgert Valencia.
2011 demonstrierten GM und ABB bereits, wie ein Batteriepack des Chevrolet genutzt werden kann, um Energie zu speichern und wieder ins Netz einzuspeisen. Jetzt lief das Speichersystem im 'Remote-Notstrommodus', bei dem die Battieren mit Hilfe des Energy Storage Inverter-Systems von ABB 100 % Energie bereit stellten. In einem nächsten Schritt wollen die Partner das modulare Batteriesystem im Netz installieren, um die technische Bewertung abzuschließen. Sie erhoffen sich daraus Erkenntnisse, welche Smart-Grid-Anwendungen möglich sind.










