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Inka Krischke,

Wago setzt auf Bosch Rexroth

Als erster System- und Technologiepartner wird Wago auf künftigen Steuerungen der mittleren und hohen Leistungsklassen das echtzeitfähige, Linux-basierte Betriebssystem 'ctrlX OS' von Bosch Rexroth einsetzen.

Johannes Pfeffer, Vice President Business Unit Automation bei Wago, und Steffen Winkler, CSO Business Unit Automation bei Bosch Rexroth (vl)

© Norbert Schmelz/vor-ort-foto.de

Bosch Rexroth hat mit dem Betriebssystem ctrlX OS ein Novum im Markt geschaffen: Die Software wurde von der eigenen Steuerungs-Hardware gelöst und für das industrielle Umfeld zur Verfügung gestellt. So können auch Mitbewerber das Betriebssystem für ihre eigenen Zwecke einsetzen und beispielsweise als System- und Technologiepartner fungieren. ctrlX OS ist für den Real-Time-Einsatz konzipiert und auf allen Ebenen einsetzbar – von der Feldebene über Edge-Devices bis in die Cloud.

»Der Kern der Produktstrategie von Wago ist die Implementierung von ctrlX OS auf unseren eigenständig entwickelten Wago Steuerungsplattformen. Hier bringen wir die neue Technologie in unsere Produktkompetenz ein und können gleichzeitig mit unseren Branchenerfahrungen marktspezifische Lösungen entwickeln«, sagt Johannes Pfeffer, Vice President der Business Unit Automation bei Wago. Das gemeinsame Ziel der beiden Unternehmen ist das Schaffen einer weltweit führenden Automatisierungsplattform für die softwaregetriebene Industrie der Zukunft. »Das klingt ambitioniert. Wenn man jedoch betrachtet, wie einerseits fragmentiert und andererseits proprietär die Branche immer noch strukturiert ist, ist das ein realistisches Unterfangen im Interesse der Kundschaft. Konkret bedeutet das, die Plattform möglichst breit verankern zu wollen. Sowohl Bosch Rexroth als auch Wago halten es für essenziell, noch weitere System- und Technologiepartner für ctrlX OS ins Boot zu holen«, sagt Steffen Winkler, CSO der Business Unit Automation bei Bosch Rexroth.

Das Automatisierungssystem von Wago besteht aus verschiedenen klassischen Steuerungen, Kopplern zur Anbindung verschiedener Feldbus- und Netzwerkprotokolle sowie einer großen Anzahl von I/O-Modulen. »Diese Steuerungsplattform werden wir auch langfristig im Markt aktiv halten«, erklärt Johannes Pfeffer, und fährt fort: »Zur performanceseitigen Erweiterung möchten wir am mittleren und oberen Leistungsende – also überall dort, wo das Handling großer Datenmengen mit starker zeitlicher Genauigkeit und hohen IT-Sicherheitsmaßstäben gefragt ist – langfristig auf ctrlX OS setzen.«

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