Erneuerbare Energien

Günter Herkommer,

VDMA und BWE ziehen Jahresbilanz Windenergie 2011

Nach einem schwachen Jahr 2010 hat sich der deutsche Windmarkt in 2011 wieder erholt. Zu diesem Fazit kommen der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA Power Systems) und der Bundesverbandes Windenergie e.V. (BWE).

Offshore werden zum Ende des Jahres 2012 zehn Windparks mit einer Leistung von mehr als 2.000 Megawatt mit einem gesicherten Auftragsvolumen in Höhe von rund 7 Milliarden Euro im Bau sein.

© Siemens

Nach aktuellen Erhebungen des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI) wurden 2011 in Deutschland 895 (2010: 754) Windenergieanlagen mit einer Leistung von 2.007 (2010: 1.551) Megawatt neu installiert. Das sind 456 MW mehr als 2010 und entspricht einem Zuwachs von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da die Datenerhebung der europäischen Windstatistik angepasst werden soll, werden zukünftig nur noch an das Netz angeschlossene Anlagen berücksichtigt. Betrachtet man die an das Netz angeschlossene Leistung von 2.086 Megawatt in 2011 gegenüber 1.493 Megawatt in 2010 liegt der Zuwachs bei fast 40 Prozent.

Nach Einschätzung der Marktkenner liegt der deutsche Windenergiezubau im Trend des Weltmarktes. Was letzteren betrifft, könnten in 2011 die prognostizierten 40.000 Megawatt um rund 2.000 Megawatt überschritten worden sein. Fast die Hälfte davon wurde - wie auch schon 2010 - in China installiert.

Auch das Repowering zieht laut BWE-Präsident Hermann Albers endlich an und wird mit Zuwachsraten von 30 Prozent zu einer relevanten Größe für die Neuinstallationen. So wurden im vergangenen Jahr 170 alte Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 123 Megawatt durch 95 neue Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 238 (2010: 183) Megawatt ersetzt. Offshore wurden in Deutschland im gleichen Zeitraum 108 (2010:50) Megawatt ans Netz angeschlossen. Ende 2011 waren damit rund 200 Megawatt in Summe am Netz.

Eine weitere positive Entwicklung sei, dass sich erstmals mit Rheinland-Pfalz und Bayern zwei süddeutsche Bundesländer unter den „Top Five“ der Zubauzahlen befinden. „Wir gehen davon aus, dass sich aufgrund jüngster Entwicklungen in Süddeutschland diese Entwicklung fortsetzen kann. Aufgrund komplexer Genehmigungsverfahren werden politische Entwicklungen des vergangenen Jahres wie in Baden-Württemberg und Bayern sich erst langsam in den Zahlen niederschlagen“, so Albers. Und Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems, mahnt mit Blick in die Zukunft an: „Der weitere Ausbau der Windenergie ist ohne den gleichzeitigen Umbau der Energieinfrastruktur wie zum Beispiel Netze und Speicher Makulatur“.

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