Maschinen- und Anlagenbau
VDMA hält an Prognose für 2014 fest
Am Rande des 7. Maschinenbau-Gipfels in Berlin gab sich VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge zuversichtlich, dass die Maschinenbauindustrie die Produktionsprognose für 2014 erreichen kann. Mit Blick auf 2015 stellt Festge klare Forderungen auf – unter anderem an die Politik.
Aufgrund der gegenwärtig stotternden Konjunktur brauche Deutschland dringend öffentliche und private Investitionen. „Aber gleich vorweg: Keine Finanzierung durch neue Steuern!“, warnte der VDMA-Präsident. Die Bundesregierung habe mit der 63er-Rente und der Mütterrente leichtsinnig vorhandenes Geld ausgegeben. „Das rächt sich jetzt“, so Festge. Was die Unternehmen brauchten sei klar: „ein investitionsfreundliches Klima, wenn wir Industriestandort bleiben wollen“.
Insgesamt bleiben die Maschinenbauer Festge zufolge zuversichtlich für das Jahr 2014: „Wir sollten die deutsche Konjunktur nicht schlecht reden. Unser Bestelleingang lag im Zeitraum Juni bis August drei Prozent über Vorjahresniveau. Wir müssen also unser Ziel eines Produktionswachstums von einem Prozent für 2014 nicht in den Wind schreiben“, so der VDMA-Präsident. Behält Festge recht, würde dies ein Produktionsvolumen von knapp 200 Mrd. Euro bedeuten. Was den Umsatz betrifft, rechnet der VDMA für 2014 mit 210 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren – 2004 – lag der Umsatz der Maschinenbauindustrie bei 143 Milliarden Euro. „Das heißt, wir haben in zehn Jahren 46 Prozent zugelegt“, berichtete Festge.
Das Exportvolumen lag in den ersten sieben Monaten 2014 mit 87,7 Milliarden Euro rund 500 Millionen Euro unter dem des Vorjahres. Ursache hierfür war die konjunkturelle Entwicklung weltweit, die hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück geblieben war.
Für 2015 erwarten die Maschinenbauer ein Produktionsplus von zwei Prozent. „Zwei Prozent ist sicher keine besonders dynamische Entwicklung. Ein Aufschwung ist nach den insgesamt doch eher dahindümpelnden Jahren 2013 und 2014 schon rein zyklisch überfällig“, sagte der VDMA-Präsident. „Aber: Eine Kombination aus intelligenten Strukturreformen, mehr öffentlichen und privaten Investitionen und einem niedrig oder gering bewerteten Euro würde unserem Wachstum deutlich auf die Sprünge helfen. Bisher müssen wir uns damit begnügen, dass allein von der Abwertung des Euro und der damit einhergehenden verbesserten preislichen Wettbewerbsfähigkeit positive Impulse auf unser Exportwachstum ausgehen.“










