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Artikel und Hintergründe zum Thema

Universität Paderborn

Inka Krischke,

KI-Einsatz in der Regelungstechnik

Die Nachwuchsgruppe ‚Datengetriebene Methoden in der Regelungstechnik‘ (DART) am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn hat vier Jahre dazu geforscht, wie sich künstliche Intelligenz (KI) gewinnbringend im Bereich der Regelungstechnik einsetzen lässt. Die Erkenntnisse.

Die Nachwuchsgruppe DART mit dem selbstbalancierenden Würfel: Dr. Ricarda Götte, Dr. Annika Junker, Luis Schwarzer, Dr. Julia Timmermann und Dr. Michael Hesse (vlnr). © Universität Paderborn, Heinz Nixdorf Institut

Die Nachwuchsgruppe konzentrierte sich auf die Entwicklung von hybriden Methoden, die traditionelle Regelungsansätze mit künstlicher Intelligenz verbinden. Dabei fand sie heraus, dass diese kombinierten Techniken besonders viele Vorteile ermöglichen, um technische Systeme zu verstehen und zu optimieren, wenn diese nicht vollständig durch klassische Modelle beschrieben werden können. »In allen Stufen des regelungstechnischen Entwurfsprozesses zeigten unsere Forschungen, dass durch die Nutzung von maschinellem Lernen, also durch KI, fehlerhafte Modelle verbessert und Ungenauigkeiten korrigiert werden konnten. Folglich profitierte auch die Regelung des Systems«, erklärt Dr. Julia Timmermann, Leiterin der Nachwuchsgruppe DART. Das Projekt entstand im Rahmen der Förderung von KI-Nachwuchswissenschaftlerinnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) förderte das Vorhaben mit rund 1,6 Mio. Euro. Ziel dieser Förderlinie ist es, die Beteiligung von Frauen in der deutschen Forschung zu KI zu erhöhen und ihnen akademische Führungspositionen zu ermöglichen.

Entwicklung praktischer Anwendungen

Neben den theoretischen Arbeiten zu hybriden Methoden entwickelten die Mitarbeitenden und Doktoranden des DART-Projekts zwei praktische Anwendungen: einen autonomen Golfroboter und einen selbstbalancierenden Würfel. Der Golfroboter arbeitet mit hybriden Methoden beispielsweise im Bereich der Bilderkennung und der Vorhersage von Schlaggeschwindigkeiten. »Außerdem bietet der Schlagmechanismus gute Möglichkeiten, die neuen Methoden unter realen Bedingungen zu evaluieren«, so Timmermann. Der selbstbalancierende Würfel bringt wiederum viele regelungstechnische Herausforderungen mit sich. Durch die Beschleunigung und das starke Abbremsen von Schwungscheiben innerhalb des Würfels kann dieser sich auf eine Kante und zukünftig auch auf eine Ecke bewegen und dort stabilisiert werden.

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Weitere Erfolge, die sich innerhalb der Projektlaufzeit realisieren ließen, betreffen die beteiligten Wissenschaftler und Studierenden der Universität Paderborn direkt: drei erfolgreiche Promotionsabschlüsse, 24 geschriebene Abschlussarbeiten und die Beschäftigung von zehn studentischen Hilfskräften. Dadurch war es möglich, dass sich die Studierenden intensiv mit wissenschaftlichen Themen im Bereich des maschinellen Lernens beschäftigten. Die neu gewonnenen Kenntnisse werden sie nach dem Studienabschluss in die Unternehmen der Region tragen können. »Denn auch wenn die Ansätze des maschinellen Lernens aktuell sehr beliebt sind, ist deren Einsatz nicht in jedem Anwendungsfall sinnvoll. Auch diese kritische Reflexion von der Anwendung moderner Forschungstrends in dem Fachgebiet der Regelungstechnik war Inhalt der Gruppe DART«, so Timmermann.

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