Elektroindustrie
Starker Dezember, mäßiges Gesamtjahr
Für den Dezember des letzten Jahres kann der ZVEI für die Elektroindustrie einen erheblichen Anstieg des Auftrageingangs berichten. Auf das Gesamtjahr betrachtet, liegen die Bestellungen aber unter Vorjahresniveau.
Während im Dezember die Inlandsaufträge um 4,2 % fielen, stiegen die Auslandsaufträge kräftig um 8,6 %. Kunden aus der Eurozone steigerten ihre Orders um 20,3 % und damit deutlich stärker als Kunden aus Drittländern, die 2,6 % mehr bestellten.
© ZVEINach mehreren flauen Monaten hat die deutsche Elektroindustrie laut ZVEI im Dezember des vergangenen Jahres wieder 2,7 % mehr Bestellungen erhalten als ein Jahr zuvor – was besonders dem Euroraum zu verdanken ist. Ein anderes Bild bei den Erlösen: Nach dem leichten Zuwachs im November haben diese im Dezember um 1,8 % gegenüber Vorjahr auf 16,0 Mrd. Euro nachgegeben.
Der Inlandsumsatz ging mit minus 0,5 % auf 7,7 Mrd. Euro weniger stark zurück als der Auslandsumsatz mit minus 2,9 % auf 8,3 Mrd. Euro. Während die Geschäfte mit Kunden aus dem Euroraum um 15,8 % auf 2,8 Mrd. Euro sanken, gab es im Geschäft mit Drittländern ein Plus von 5,3 % auf 5,5 Mrd. Euro.
Die reale, um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie blieb nach Verbandsangaben im Dezember 2016 um 3,5 % unter ihrem entsprechenden Vorjahreslevel. „Somit wuchs der Branchenoutput im gesamten Jahr 2016 um 1,0 %“, so ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Für dieses Jahr geht der ZVEI von einem preisbereinigten Produktionswachstum von 1,5 % aus.“
„Im gesamten Jahr 2016 blieben die Auftragseingänge 1,0 % hinter ihrem Vorjahreswert zurück“, sagte Dr. Andreas Gontermann und ergänzte: „Letzterer hatte allerdings auch in hohem Maße von Großaufträgen profitiert.
© ZVEIDas Gesamtjahr 2016
Auch das Gesamtjahr 2016 bilanzierte der ZVEI: Die kumulierten Bestellungen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland lagen im vergangenen Jahr jeweils 1,0 % unter denen im Jahr 2015. Aus dem Euroraum gingen 2016 1,0 % mehr Bestellungen ein, aus Drittländern 2,2 % weniger. Im gesamten vergangenen Jahr konnten die Branchenerlöse um 400 Mio. auf 178,6 Mrd. Euro zulegen, womit allerdings die angestrebte Marke von 183 Mrd. Euro verpasst wurde. Der Inlandsumsatz belief sich auf 87,0 Mrd. Euro (+0,3 %) und der Auslandsumsatz auf 91,6 Mrd. Euro (+0,1 %). Mit Partnern aus dem Euroraum gab es einen Rückgang der Geschäfte um 2,9 % auf 33,3 Mrd. Euro, mit Drittländern dagegen einen Anstieg um 1,9 % auf 58,3 Mrd. Euro.
Trotz Brexit-Votum, der Wahl Donald Trumps sowie dem gescheiterten Verfassungsreferendum in Italien und der dadurch hervorgerufenen wirtschaftlichen Unsicherheit ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie auch im Januar 2017 leicht gestiegen. „Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage etwas ungünstiger aus als im Vormonat, dafür zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich an“, sagte Dr. Gontermann.










