Siemens Industry

Andreas Knoll | Davina Spohn,

Noch mehr Integration von Hard- und Software

Siemens betont auf der SPS IPC Drives die immer stärkere Integration seines Produktportfolios in Hard- und Software, und zwar vor allem anhand des Engineering-Frameworks 'TIA Portal' und der Digital Enterprise Platform. Das Unternehmen will so seine Kunden auf dem Weg zu Industrie 4.0 begleiten.

Ralf-Michael Franke, CEO der Division Drive Technologies: "Siemens integriert kontinuierlich die reale mit der virtuellen Welt von Produktentwicklung bis Produktion und baut so systematisch seine Digital Enterprise Platform aus."

© WEKA FACHMEDIEN

Als wesentliches Merkmal seines Angebots betrachtet Siemens die nahtlose Integration von Produkten und Systemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette - sowohl in der realen Ausprägung als auch im virtuellen, digitalen Abbild. "Siemens integriert kontinuierlich die reale mit der virtuellen Welt von Produktentwicklung bis Produktion und baut so systematisch seine Digital Enterprise Platform aus", erläuterte Ralf-Michael Franke, CEO der Division Drive Technologies, auf der Messe-Pressekonferenz des Unternehmens. "Wir sehen die Digital Enterprise Platform als essenzielle Grundlage für die in Zukunft immer flexibleren Produktionswelten und die daraus entstehenden Herausforderungen für unsere Kunden. Auf diesem Weg zu Industrie 4.0 begleiten wir unsere Kunden mit schon heute verfügbaren Digital-Enterprise-Platform-Komponenten, die zwischen den Phasen einer Produktion durchgängige Datenströme ohne Medienbrüche ermöglichen." Virtuelle und reale Welt von Produkt und Produktion wüchsen so zusammen.

Unter dem Dachmotto 'Making things right' stellt Siemens auf der Messe eine ganze Reihe von Neuheiten vor, die laut dem Unternehmen die weitere Integration des Gesamtportfolios voranbringen und so vollintegrierte applikations-spezifische Lösungen ermöglichen. So bindet die neue Version 13 des zentralen Engineering-Frameworks 'TIA Portal' (Totally Integrated Automation) jetzt als nächsten Ausbauschritt in Richtung Antriebstechnik das Motion-Control-System 'Simotion' an. Aus dem Sensorik-, HMI- und Steuerungs-Portfolio werden ebenfalls immer mehr Komponenten integriert. Dazu gehören die laut Siemens derzeit leistungsfähigste CPU am Markt, die S7-1518-4 PN/DP, oder auch Industriemonitore mit interaktiver Bedienung über Multitouch-Gesten.

Die CPU 1518-4 PN/DP für High-End-Anwendungen bietet 13 MByte Anwenderspeicher. Sie erreicht eine Bitperformance von 1 ns. Ihre hohe Performance und ihr großer Speicher ermöglichen die Anbindung von bis zu 128 Antriebsachsen und deren taktsynchronen Betrieb im 250-µs-Bereich. Die ebenfalls neue CPU 1515-2 PN ist ein Controller für mittlere Anwendungen. Sie hat eine Bitperformance von 30 ns und einen Anwenderspeicher von 3,5 MByte (500 kByte für Programmspeicher und 3 MByte für Daten).

Als Messe-Highlight betrachtet Siemens auch die Motorenserie 'Simotics FD', die auf einem neuartigen Motorenkonzept im Leistungsbereich von 200 bis über 1600 kW beruht und als intelligentes Baukastensystem aufgebaut ist. Die Motoren haben ein innovatives Design mit innenliegenden Kühlrippen, was verschiedene Arten von Luft- und Wasserkühlung ermöglicht. Sie sind für den Umrichterbetrieb konzipiert und besonders für 'Sinamics'-Niederspannungsumrichter optimiert.

Ganz neu zur Messe ist ferner die Generation D der High-End-Industrie-PC-Familie 'Simatic IPC' für raue Umgebungen. Die Geräte unterstützen die Mehrkern-Prozessortypen Intel Xeon und Intel Core i3 bis Core i7 der vierten Generation. Damit haben sie laut Siemens gegenüber den Vorgängermodellen der Generation C bei allen Konfigurationen eine 60 bis 180 Prozent höhere Rechenleistung. Die in der CPU integrierte HD-Onboard-Grafik mit Dynamic Frequency erreicht jetzt eine dreimal so hohe Grafikleistung.

Last but not least bietet Siemens jetzt unter dem Namen 'Energy Analytics' Industriekunden ein skalierbares und flexibles Energiedaten-Management als Managed Service an. Experten unterstützen dabei Unternehmen, ihre Energiedaten systematisch zu erfassen, auszuwerten und darauf aufbauend Einsparmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen

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