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Artikel und Hintergründe zum Thema

Geräteintegration per FDT 2.0

Stefan Kuppinger,

Die neuen Ziele der FDT-Group

Mit Sercos III und Ethercat unterstützt die FDT-Group demnächst alle wesentlichen Kommunikationssysteme in der Fabrikautomation. Zeit für die Nutzergruppe, sich im Rahmen von FDT 2.0 neuen Herausforderungen zu stellen, die Manfred Brill von der FDT-Group skizziert.

„Mit der Erlangung des IEC-Standards hat die FDT-Group eines ihrer großen Ziele erreicht", zeigte sich Manfred Brill, Mitglied des Executive Committee der FDT-Group auf der gestrigen Pressekonferenz erfreut. Positives berichtet Brill auch aus den einzelnen Arbeitsgruppen: Nachdem im Sommer der CANopen-Annex fertiggestellt wurde, stehen zurzeit nur noch zwei Spezifikationen aus - für Sercos III und Ethercat. „Die Freigabe der beiden Protokolle ist für das Frühjahr 2010 geplant", so Brill, der dann auf über zehn Feldbusse für die Fabrikautomation verweisen kann.

Ein wichtiges Thema für die Anwendung von FDT in der Fabrikautomation, ist die Integration von FDT-Rahmenapplikationen in SPS-Programmiersysteme. Die im letzten Jahr gestartete Arbeitsgruppe hat dazu ein Konzept erarbeitet und in einem Prototyp implementiert. Auch diese Spezifikation soll bis zum Frühjahr die Freigabe erhalten. Dazu Brill: „Wir wollen die Prozessdaten möglichst nahtlos in ein SPS-Programm integrieren und zwar für alle Programmiersysteme einheitlich und unabhängig vom angeschlossenen Feldbus."

Die Geräte (Slave-DTM) stellen dazu die Prozessdaten über entsprechende Schnittstellen dem Busmaster (Master-DTM) zur Verfügung. Der Master-DTM generiert daraus ein feldbusunabhängiges Image der Prozessdaten, das die SPS-Programmiersysteme nutzen.

Der Vorteil: Bei dieser Schnittstelle muss die SPS keine busspezifischen Informationen verarbeiten, so dass dieses Verfahren für alle Kommunikationssysteme nur einmal in ein Programmiertool zu implementieren ist. „Zudem lassen sich alle anderen Funktionen der FDT-Technologie im Engineering-Tool des SPS-Herstellers nutzen, beispielsweise für eine einheitliche Gerätekonfiguration und -diagnose", zeigt Brill den Reiz dieser Lösung auf.

Die Arbeiten an der nächsten FDT-Generation bilden einen besonderen Schwerpunkt der Aktivitäten. „Mit der künftigen Version FDT 2.0 berücksichtigen wir die technologische Weiterentwicklung und das Feedback von Herstellern und Anwendern," so Brill. Im Bereich der IT geht es beispielsweise um die Ablösung von COM und ActiveX durch .Net und WPF (Windows Presentation Foundation oder Windows Forms).

In einem Zwischenschritt hat die FDT-Group eine Ergänzung zur jetzigen Spezifikation erstellt, die es erlaubt, bereits heute .Net-basierte Komponenten zu entwickeln und einzusetzen. Neben der Implementierung neuer Technologien sind als weitere Ziele definiert: die Verbesserung der Performance (Speicher und Laufzeit), die Vereinfachung der Implementierung von Gerätetreibern (DTMs) sowie die Integration von FDI-Packages.

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