Eaton Industries

Meinrad Happacher,

Die neue Easy

Erstmals präsentiert Eaton die neue Generation der Steuerrelais-Reihe Easy: Die EasyE4. Aber was ist neu an der Kleinsteuerung, mit der sich einfache Regelungsaufgaben genauso wie umfangreichere Konfigurationen mit hoher Prozesseffizienz realisieren lassen sollen?

Nicht nur optisch anders als der Vorgänger: Die neue Easy ist eine komplette ­Neuentwicklung.

© Computer&AUTOMATION

„Bei der EasyE4 handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung“, sagt Sascha Lindemann. Der verantwortliche Produktmanager bei Eaton Industries ergänzt: „Die Kleinsteuerung hat nicht nur viele neue Funktionalitäten an Bord, sondern ist auch mit einer neuen Version 7 der Programmiersoftware easySoft ausgestattet.“ Der Fokus der Neuentwicklung lag auf einer verbesserten Performance, einem größeren Speicher, der Integration für Ethernet als Kommunikationsprotokoll, einer größtmöglichen Erweiterbarkeit und der Kompatibilität zur Vorgängerreihe.

Wie stark erfuhr die Programmiersoftware mit dem Update eine Veränderung? „Das bekannte und bewährte Programmierungskonzept der Vorgängerversionen haben wir beibehalten und zusätzlich erweitert“, so Lindemann. Der Anwender hat dabei die Wahl zwischen vier Programmiersprachen: So lässt sich der Schaltplan über Funktionsblöcke, per Kontaktplan, der Eaton-eigenen Easy-Programmierung oder mit Strukturiertem Text (ST) erstellen. Mit der Version 7 werden zusätzliche Funktionsbausteine in der EasySoft bereitgestellt wie Data-Logging, Min/Max, Alarmbaustein, Dreipunktregler oder ein E-Mail-Alarm. „Damit wird der Anwendungsbereich der Easy deutlich erweitert“, gibt sich Lindemann überzeugt. Zusätzlich kann der Anwender eigene Funktionsblöcke erstellen. Existierende Programme von bestehenden Easy-Geräten lassen sich mit EasySoft 7 weiterhin verwenden.

Das Basisgerät EasyE4 lässt sich durch bis zu elf Erweiterungsmodule auf maximal 188 I/Os ausbauen. Dabei sind im Mischbetrieb AC-, DC-, UC-Geräte, analoge und digitale Erweiterungen beliebig kombinierbar. Die Verbindung der Erweiterungsmodule erfolgt über den neuen frontseitigen Verbinder ‚EasyConnector‘, was Montage und Demontage deutlich vereinfacht. Mit insgesamt vierzehn Ausführungen von Basisgerät und Erweiterungsmodulen wurde die Variantenzahl gegenüber den Vorgängerreihen stark reduziert, wobei das Anwendungsspektrum gleichzeitig erweitert wurde. Mit der Micro-SD-Karte im Basisgerät lassen sich zudem individuelle Applikationsmöglichkeiten realisieren, wie die Definition von Startprogrammen, Individualisierung des Steuerrelais oder die Anzeige von firmenspezifischen Grafiken.

Über die integrierte Ethernet-Schnittstelle lässt sich die EasyE4 mit allen Standard-LAN/WLAN-Routern, Repeatern oder dLans verbinden und so auch mit dem IIoT vernetzen. Informationen des Steuerrelais können so auf Webseiten angezeigt oder mit dem integrierten Easy Webserver zur Visualisierung genutzt werden. Der Nutzer kann ein eigenes Dashboard gestalten und mit dem Smartphone, Tablet oder Notebook auf die EasyE4 zugreifen. Über die Ethernet-Schnittstelle und mit der integrierten Netzwerkfunktion NET können zudem bis zu 80 EasyE4-Geräte in einem gemeinsamen Netzwerk kommunizieren. 

„In der ersten Ausbaustufe der EasyE4 wird momentan kein SmartWire-DT unterstützt. Im Laufe des Produktzyklus planen wir allerdings die Entwicklung von Kommunikationsbausteinen. In diesem Zuge ist auch SmartWire-DT geplant“, so Lindemann. 

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