Kunststoff- und Gummimaschinenbau
Deutsche Hersteller 2015 über Plan
Die deutschen Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen konnten im vergangenen Jahr ihre Umsätze um 5 % steigern – und damit um 1 % mehr als ursprünglich geplant. Die VDMA-Prognose für 2016 lautet auf Stabilität auf hohem Niveau.
„Unsere Branchenprognose vom vergangenen Jahr sagte einen Umsatzzuwachs von 4 % voraus, das schlussendlich mit einem Plus von 5 % sogar noch übertroffen wurde“, stellt Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA zufrieden fest. Für das laufende Jahr erwartet der Fachzweig ein Umsatzvolumen von erstmals mehr als 7 Milliarden Euro.
Der Auftragseingang von Kunden in Deutschland, im Vorjahr noch ein Fels in der Brandung, zeigte Reifenhäuser zufolge in 2015 eine zyklische Gegenbewegung: Im Zeitraum Januar bis Oktober lagen die Inlandsbestellungen um 10 % unter denen des Vorjahrs. Gleichzeitig legte der Auftragseingang aus dem Ausland um 11 % zu. Die Länder im Euro-Raum und die Nicht-Euro-Länder entwickelten sich in diesem Zeitraum mit 12 beziehungsweise 11 % mit vergleichbaren Zuwachsraten. Insgesamt nahm der Auftragseingang um 6 % gegenüber dem Vorjahr zu.
Bis 2017 prognostiziert der Fachverband der Branche in Deutschland ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 2 %, dem europäischen Maschinenbau einen Zuwachs um 1,5 % und der weltweiten Kunststoff- und Gummimaschinenindustrie ein Plus von 3,2 %. Im Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA sind mehr als 200 Unternehmen der Branche zusammengeschlossen, die über 90 % des Branchenumsatzes abdecken.

Exporte in schwierigem Umfeld gesteigert
Die Maschinenbauer in Deutschland haben in 2015 ihre Ausfuhren leicht steigern können und damit trotz aller Unsicherheiten in den Märkten einen neuen Export-Rekord aufgestellt – so die Bilanz des Branchenverbandes VDMA.
Die Entwicklung in den Regionen
Die Entwicklung im Export werde dominiert von den Lieferungen in die Länder der EU; besondere Aufnahmefähigkeit für deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen zeigten dabei die vier größten Märkte Polen, Italien, Großbritannien und Frankreich. Die deutschen Lieferungen nach Russland gaben hingegen erneut nach. Nordamerika mit den USA und Kanada, Mittelamerika mit Mexiko und Südamerika mit Brasilien, Argentinien und Kolumbinen standen dagegen für die deutschen Hersteller auf der Habenseite.
Während in Indien nach mehreren Jahren mit Lieferrückgängen ein kräftiger Zuwachs auf niedrigem Niveau verzeichnet werden konnte, fielen 2015 die Exporte nach China deutlich zurück. Auch Japan und Taiwan zeigten Minusvorzeichen. In Südostasien dagegen wiesen mit Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand und Vietnam alle großen Märkte Wachstumsraten bei den Bezügen aus Deutschland aus.










