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Artikel und Hintergründe zum Thema

MVTec auf der SPS 2024

Inka Krischke,

Ungenutztes Potenzial ausschöpfen

Ulf Schulmeyer: »Der Königsweg besteht in der Verbindung von klassischen Methoden mit Deep Learning.« © MVTec

Bildverarbeiter MVTec präsentiert sich in diesem Jahr mit einem größeren Messestand auf der SPS. Product Manager Ulf Schulmeyer erklärt, warum.

Herr Schulmeyer, Ihr Unternehmen hat die Präsenz auf der SPS ausgebaut. Woher kommt die gesteigerte Bedeutung der Messe für MVTec?
Wir sind davon überzeugt, dass es in der Fabrikautomation noch erhebliche Potenziale gibt, den Automatisierungsgrad weiter zu erhöhen. Gerade in einer angespannten wirtschaftlichen Situation hilft jede weitere Automatisierung den Unternehmen, effizienter zu fertigen. Hier kommt MVTec ins Spiel: Als Hersteller von Software für die industrielle Bildverarbeitung liefern wir eine Kernkomponente der Automatisierung. Wie industrielle Bildverarbeitung oder auch Machine Vision in die Prozesse integriert werden kann und welche Vorteile die Technologie bietet, das wollen wir an unserem vergrößerten Messestand demonstrieren.

Wie konkret kann denn Machine Vision unterstützen?
Wir verstehen Machine Vision als Auge der Produktion. Es geht darum, unterschiedliche Aufgaben, die der Mensch mit seiner Fähigkeit zu sehen ausführt, zu automatisieren. An erster Stelle steht dabei die Qualitätsinspektion. Eine Machine Vision-Applikation mit einer Software wie beispielsweise unserer ‚Merlic‘ kann die Qualitätssicherung auf ein ganz anderes Niveau heben.
Die Technologie arbeitet subpixelgenau, sehr schnell und natürlich 24/7 – und ihre Vorteile lassen sich natürlich auch auf andere Anwendungen übertragen. Ich denke da zum Beispiel an Vermessungsaufgaben, die Zusammenarbeit mit Robotern oder Vollständigkeitsprüfungen.
Wichtig ist: Machine Vision kann immer einfacher in die Produktionsumgebung eingebunden werden. Merlic bietet dazu beispielsweise zahlreiche Plug-Ins zu verschiedenen SPSen. Die aktuelle Version bietet zum Beispiel ein solches Plug-In zur Siemens S7.

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In der industriellen Bildverarbeitung ist Künstliche Intelligenz bereits in der Breite im Einsatz. Warum profitiert gerade diese Branche von der Technologie und was haben Nutzer davon?
Im Bereich der industriellen Bildverarbeitung ist vor allem die KI-Spielart Deep Learning gemeint. Diese Technologie ermöglicht es, eine zunehmende Anzahl von Anwendungen zu automatisieren, die vorher einfach nicht möglich waren. Darüber hinaus kann die Leistung bestehender Applikationen erheblich verbessert werden. Sinnvolle Anwendungsfälle finden sich beispielsweise dort, wo es sehr hohe Fehlervarianzen gibt. Ähnlich verhält es sich bei der Inspektion von weichen oder verformbaren Objekten.
Der Königsweg besteht jedoch in der Verbindung von klassischen Methoden mit Deep Learning. Damit lassen sich die besten Ergebnisse hinsichtlich Geschwindigkeit und robusten Erkennungsraten erzielen. Bei Merlic können Nutzer sowohl auf moderne Deep Learning-Tools setzen als auch aus einer Vielzahl klassischer Bildverarbeitungsmethoden wählen und diese auch kombinieren.

Halle 6, Stand 351

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