Prozessautomation
ZVEI: Auftragseingang steigt 2011 zweistellig
Die elektrische Prozessautomation zeigt bislang keine Anzeichen von Schwäche und verzeichnet ein robustes Wachstum beim Auftragseingang. Fachverbands-Vorsitzender Michael Ziesemer (im Bild) zog auf der ZVEI-Mitgliederversammlung eine erste Bilanz.
Auf der Mitgliederversammlung des ZVEI-Fachverbands Automation gab Michael Ziesemer, Vorsitzender des Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung seine Einschätzung: „Wir rechnen für 2011 mit einem Wachstum von knapp 15 Prozent bei den weltweiten Auftragseingängen." Damit übertreffen die Mitgliedsfirmen nach zwei starken Wachstumsjahren wieder das Vorkrisenniveau von 2008. „Für 2012 erwarten wir noch einmal eine Zunahme der Auftragseingänge im mittleren einstelligen Bereich, vorausgesetzt, die Finanzmärkte schicken nicht doch noch dunkle Wolken“, so Ziesemer. Das Wachstum verteilt sich weltweit über alle Regionen mit Spitzen in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China). Deutschland, Europa und die USA sind zwar nicht die Spitzenreiter beim Wachstum, tragen aber zur positiven Entwicklung bei. Auch auf der Seite der Abnehmerbranchen ist das Wachstum breit abgestützt. Dazu Ziesemer: „Die Wachstumsspitzen liegen in den Branchen rund um die Energieträger Öl und Gas sowie erneuerbare Energien; das Geschäft in der Chemie liegt dagegen noch zurück." Insbesondere die Geschäftsbereiche Instrumentierung und das Systemgeschäft sorgen zurzeit für die gute Entwicklung. Konkrete Umsatzzahlen für 2011 werden auf der SPS/IPC/Drives Ende November veröffentlicht. Sorge bereitet den Prozessautomatisierern der Fachkräftemangel und die Versorgung mit Rohstoffen. Das gelte nicht nur für Seltene Erden, sondern auch für Kupfer und Stahl.










