Waldmann / LIZ
Smart Office Revolution durch Sensoren und KI
Die Auslastung der Büros in Deutschland sinkt, was Einsparpotenzial für die Chefetage bietet. Dank Sensortechnologie, KI und Digital Twins werden Räume intelligenter genutzt.
Über 40 Prozent der Angestellten arbeiten bereits vollständig oder teilweise remote – Tendenz steigend, heißt es vom Softwareunternehmens LIZ Smart Office. Die Auslastung der Büros ist um ein Drittel von etwa 60 Prozent auf rund 40 Prozent zurückgegangen ist. Selbst an stark frequentierten Tagen bleibt jeder zweite Arbeitsplatz unbesetzt. Dazu Robert Dittrich, CEO von LIZ Smart Office: »Die Wahl des Arbeitsortes variiert nicht nur von Mitarbeitenden zu Mitarbeitenden, sondern auch von Woche zu Woche. So können Büroräume an einem Tag fast vollkommen leer stehen, während am nächsten die Arbeitsfläche nicht mehr ausreicht.«
Das Start-up hat eine Software entwickelt, die es ermöglicht, den Flächenbedarf in Büros flexibel anzupassen – basierend auf Sensordaten und Künstlicher Intelligenz. Die Software sammelt die Umgebungsparameter und unterstützt deren Analyse und Interpretation. »Mithilfe intelligenter Software kann selbst im größten Büro noch auf jede einzelne Person eingegangen werden. Das stärkt die Motivation zur Rückkehr an den Arbeitsplatz und liefert echten Mehrwert für Angestellte«, so Dittrich.
Virtuelle Zwillinge präzisieren den Raumbedarf
»Unterschiedliche Sensoren sind in der Lage, eine Vielzahl von Umgebungsparametern zu erfassen. Je nach Ort und Anwendung der Sensoren liefern sie einen wertvollen Blick auf die tatsächliche Nutzung von Räumen und vielem mehr«, ergänzt Manuel Weber, Produktmanager bei Waldmann. »PIR-Sensoren an Arbeitsplätzen oder in Besprechungsräumen erkennen Bewegungen in Echtzeit, VOC-Sensoren erfassen die Luftqualität, durch das Messen von flüchtigen, organischen Verbindungen, ergänzend erfassen Schallsensoren den Lautstärkepegel.« Sobald einer dieser Faktoren außerhalb der vom Kunden festgelegten Grenzwerte liegt, informiert das System den Nutzer proaktiv. Zusätzlich helfen intelligente Beleuchtungssysteme mit integrierter Sensorik die Energieeffizienz zu optimieren, wodurch Betriebskosten eingespart werden können.
„Diese Systeme nutzen die Daten in Kombination mit KI, um den Belegungsstatus in Echtzeit zu überwachen und die Räume automatisch freizugeben“, erklärt Dittrich. Die Nutzung von digitalen Zwillingen – virtuelle Nachbildungen physischer Büroumgebungen – ermöglicht es Unternehmen, verschiedene Szenarien zu simulieren und die Auswirkungen von Veränderungen in Echtzeit zu beobachten. Die ist besonders wichtig für die Planung und Optimierung der Büroflächennutzung. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich Unternehmen die Buchungsdaten über einen Zeitraum von drei oder sechs Monaten anschauen. Dadurch können sie ihren Bedarf präzise bestimmen und sich anschließend entscheiden, wie sie ihre Arbeitsräume verändern möchten“, so Dittrich weiter.
Abschließend betont der CEO: „Ohne Unterstützung durch moderne Technologie, wie die Hightech-Sensoren, wird das Büro schnell zu einem ungenutzten Raum. Es ist daher unerlässlich, in intelligente Systeme zu investieren, um den Arbeitsplatz der Zukunft effektiv und im Sinne der Mitarbeiter zu gestalten.“













