Studie von Zebra Technologies
RFID für höhere Transparenz
Zebra Technologies veröffentlichte die Ergebnisse seiner Global Warehousing Study 2023. Demnach planen 58 % der Lagerentscheidungsträger bis 2028 die Einführung von RFID, um die Bestandstransparenz zu erhöhen und Fehlbestände zu reduzieren.
RFID hat sich zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Lagermitarbeiter und Fachleute in verschiedenen Branchen entwickelt. Wie die Global Warehousing Study 2023 zeigt, plant die Mehrheit der Lagerleiter in den nächsten fünf Jahren den Einsatz von stationären, passiven oder tragbaren RFID-Lesegeräten sowie stationären industriellen Scanlösungen. Mit diesen Lösungen könne die Nachverfolgung von Anlagen, Mitarbeitern und Waren im gesamten Lagerumfeld verbessert werden, heißt es von Zebra Technologies.
Die Umfrage ergab, dass 74 % der europäischen Lagerentscheider (73 % weltweit) ihre Modernisierungsprojekte beschleunigt haben oder beschleunigen werden. Dies wird voraussichtlich positive Auswirkungen auf das Retourenmanagement haben, das von fast der Hälfte der befragten Lagerentscheider als wichtigste betriebliche Herausforderung genannt wurde. Das bedeutet eine Steigerung um zehn Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. In Europa liegt dieser Anteil bei 43 %, was einem Anstieg von zwölf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht.
»Die deutliche Zunahme von Retouren geht Hand in Hand mit dem explosionsartigen Wachstum des E-Fulfillments in den letzten Jahren und erfordert Veränderungen in jedem Teil der Lieferkette«, sagte Andre Luecht, Global Strategy Lead für Transport, Logistik und Lager bei Zebra Technologies. »Das bedeutet, dass Lagerleiter ihre Abläufe mit Technologielösungen modernisieren müssen, um mit Retouren umzugehen und die Agilität, Bestandstransparenz und Bedarfsprognose zu erhöhen.«
Die Mehrheit der Lagerentscheidungsträger (76 %) steht unter dem Druck, ihre Leistung zu verbessern und gleichzeitig den veränderten Anforderungen der Verbraucher im E-Commerce gerecht zu werden. Ungenaue Bestände und Fehlbestände stellen nach Ansicht von fast 80 % der Lagermitarbeiter und Entscheidungsträger weiterhin eine große Herausforderung für die Produktivität dar. Sowohl 82 % der Mitarbeiter als auch 76 % der Entscheidungsträger meinen, dass sie bessere Tools zur Bestandsverwaltung benötigen, um höhere Genauigkeit und Verfügbarkeit zu erreichen. Beeindruckende 94 % der europäischen Entscheidungsträger (91 % weltweit) beabsichtigen, bis 2028 in Technologien zu investieren, um die Transparenz entlang der gesamten Lieferkette zu erhöhen.
Verbesserte Sichtbarkeit durch Ablaufoptimierung
Lagerentscheider stärken ihre Frontline-Mitarbeiter, indem sie ihre Lager automatisieren, um Abläufe zu optimieren und die Transparenz ihrer Bestände zu erhöhen. Wie die Zebra-Studie ergab, haben 69 % der Lagerentscheidungsträger bereits Arbeitsabläufe automatisiert haben oder möchten sie bis 2024 automatisieren, um Lagermitarbeiter zu unterstützen. Mehr als die Hälfte der Lagerentscheider ist der Meinung, dass Automatisierung die Effizienz und Produktivität der Mitarbeiter steigert, indem sie manuelle Kommissionierung, Auftragsfehler und Durchlaufzeiten reduziert. Acht von zehn Lagermitarbeitern sind der Ansicht, dass der Einsatz von mehr Technologie und Automatisierung ihnen hilft, ihre Produktivitätsziele zu erreichen oder zu übertreffen.
Auch fühlen sich acht von zehn befragten Lagermitarbeitern mehr wertgeschätzt, wenn ihre Arbeitgeber ihnen Technologie- und Automatisierungstools zur Verfügung stellen, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Ebenso sagen 88 % der Lagerentscheidungsträger, dass zusätzliche Lagertechnologien, einschließlich Geräten und Robotern, Mitarbeiter anziehen und binden. Mehr als die Hälfte der befragten Entscheidungsträger plant, bis zum Jahr 2028 Softwarelösungen für maschinelles Lernen (52 %) und prädiktive Analytik (59 %) in ihren Einrichtungen zu implementieren.
Nachhaltigkeit hat Vorrang
Entscheidungsträger in der Lagerwirtschaft wählen Lösungen danach aus, ob sie nachhaltige Betriebsabläufe schaffen. Dies wird vor allem durch Vorschriften, Energiekosten oder -knappheit sowie die Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern und Investoren bestimmt. So konzentrieren sich beispielsweise 78 % der europäischen Lagerentscheider (77 % weltweit) auf die Reduzierung von Emissionen und Abfällen, während acht von zehn Lagerentscheidern angeben, dass es wichtig ist, dass ihre Lagertechniklösungen die Batterielebensdauer maximieren.
Andere nachhaltige Elemente, denen die Entscheider heute Priorität einräumen, umfassen: die Sicherstellung einer genauen Austauschzeit für mobile Geräte, die Anbindung an eine Energieüberwachungssoftware zur Maximierung der Effizienz, das Angebot von Rückkauf- und zertifizierten Wiederaufbereitungs- bzw. Kreislaufwirtschaftsprogrammen sowie die Verwendung von wiederverwendbaren und recycelbaren Materialien. Über ihren eigenen Betrieb hinaus halten 81 % der Entscheidungsträger in Lagerhäusern es für wichtig, dass auch die Technologieanbieter nachhaltig wirtschaften.
Ergebnisse regional aufgeschlüsselt
Asiatisch-Pazifischer Raum (APAC)
• Die Mehrheit der Lagermitarbeiter und Entscheidungsträger in der Region APAC sind sich einig, dass es wichtig ist, die Genauigkeit und Verfügbarkeit zu verbessern. 79 % beider befragten Gruppen geben zu, dass sie bessere Bestandsmanagement-Tools benötigen, um diese Ziele zu erreichen.
Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA)
• 43 % der Entscheidungsträger in der EMEA-Region nannten das Retourenmanagement als größte betriebliche Herausforderung - ein Anstieg um zwölf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
Lateinamerika (LATAM)
• 83 % der Entscheidungsträger in Lateinamerika geben an, dass sie unter dem Druck stehen, ihre Leistung zu verbessern und sich gleichzeitig an die veränderten Anforderungen der Verbraucher im E-Commerce anzupassen.
Nordamerika
• 85 % der Lagermitarbeiter in der Region sind besorgt über die Bewältigung der Arbeitsbelastung und des Stressniveaus, um die Produktivitätsziele zu erreichen, und übertreffen damit den weltweiten Durchschnitt von 79 %.
Zur Methodik der Studie
Die Warehousing Vision Study von Zebra wurde im März und April 2023 von dem externen Forschungsunternehmen Azure Knowledge Corporation durchgeführt. Sie umfasst das Feedback von über 1.400 Entscheidern und Mitarbeitern, die Lager- oder Distributionszentren in den Bereichen Fertigung, Einzelhandel, Transport, Logistik und Großhandel in Nordamerika, Lateinamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum verwalten und unterhalten.













