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Artikel und Hintergründe zum Thema

Neue Vertriebswege im Maschinenbau

Software-Monetarisierung durch Abomodelle

Mittels Abonnements, Feature-on-Demand oder Pay-per-Use lässt sich die Nutzung von Software in der Industrie monetarisieren. Dies muss mithilfe geeigneter Schutz- und Lizenzierungstechnik organisiert und abgesichert werden. Wibu-Systems zeigt, wie es funktioniert.

© Wibu-Systems

Die meisten Privatpersonen kennen Abos, wie Zeitungs-, Buch-, Musik-, Film- oder Anwendersoftware-Abos. Auch in der Industrie sehen immer mehr Hersteller die Möglichkeit, über Abomodelle flexibel auf die unterschiedlichen Kundenwünsche einzugehen und die Softwarenutzung zu monetarisieren. »Als Alternative zum Kauf und zur damit verbundenen hohen Einmalinvestition können Hersteller ihren Kunden die Nutzung ihrer Geräte und Maschinen zeit- und funktionsabhängig zu günstigen Preisen anbieten«, erläutert Oliver Winzenried, Vorstand des Schutz- und Lizenzierungsexperten Wibu-Systems aus Karlsruhe. »Der Nachkauf weiterer Nutzungszeiten oder zusätzlicher Gerätefunktionen ist möglich.«

Vorteile hat dies für Hersteller und Kunden gleichermaßen: »Hersteller können durch niedrigere Einstiegspreise bei Abos neue Kunden gewinnen, und die Flexibilität sorgt für eine langfristige Kundenbindung«, führt Oliver Winzenried aus. »Technische Schutz- und Lizenzierungslösungen wurden so entwickelt, dass die Hersteller die Nutzung ihrer Geräte und Maschinen gemäß Kundenwunsch festlegen und auch entsprechend abrechnen können.«

In der Produktion sind Geräte und Maschinen aus Sicherheitsgründen oft vom Internet abgeschottet. Hier ist es nicht möglich, online Lizenzen freizuschalten oder anzupassen. Wibu-Systems bietet den Herstellern seine CodeMeter-Technologie sowohl für den Online- als auch für den Offline-Betrieb an. Hersteller können beliebige Vertriebsmodelle – besonders Abonnements – umsetzen und auch Feature-on-Demand- oder Pay-per-Use-Modelle anbieten.

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Lizenzierung mit der CodeMeter-Technologie

CodeMeter License Central ist das Tool für Hersteller, um Lizenzen zu erzeugen, auszuliefern und zu verwalten.

© Wibu-Systems

»CodeMeter erlaubt es sowohl den klassischen Softwareherstellern als auch den Herstellern von Geräten und Maschinen, Abomodelle und weitere Vertriebsmodelle aufzubauen«, sagt Oliver Winzenried. Zuerst wird die komplette Software oder Teile davon automatisch über CodeMeter Protection Suite verschlüsselt - oder sie können hierzu das Core-API nutzen. Der Käufer erhält die CodeMeter Runtime und die nötigen Nutzungsrechte als Lizenzen, die im CmContainer sicher gespeichert werden. Für die Nutzer kann der Hersteller zwischen drei CmContainer-Typen wählen: der industrietauglichen Schutzhardware „CmDongle“, der Aktivierungsdatei „CmActLicense“ oder den „CmCloudContainer“ bei permanenter Internetverbindung.

Damit Abomodelle funktionieren, muss der Hersteller das Laufzeitende der Lizenz definieren. Bei CodeMeter gibt es dafür die Lizenzoption „Ablaufdatum“, sodass die Software für ein Gerät oder eine Maschine nach diesem Datum nicht mehr oder nur eingeschränkt läuft. Um den Anwender auf eine mögliche Aboverlängerung hinzuweisen, kann der Hersteller über die Software warnen. Die Lizenz erlischt automatisch, wenn der Anwender nicht das Abo verlängert. Oder aufgrund einer vereinbarten automatischen Aboverlängerung läuft die Software im Gerät oder in der Maschine uneingeschränkt bis zur Kündigung des Abos weiter.

Tool zur Aboverlängerung

Das Tool „CodeMeter License Central“ dient dazu, automatisch die Lizenzen für die Anwender zu erzeugen, auszuliefern und zu verwalten. Wie sieht eine Aboverlängerung aus?

Aboverlängerung auf Herstellerseite: Der Abovertrag legt die Verlängerung fest sowie Zahlungen oder Kündigungsfristen - und wie mit den Lizenzen umgegangen wird. Nutzt der Hersteller ein ERP-System, wird beim Initialkauf von CodeMeter License Central ein Auftrag inklusive Lizenz erzeugt und ein Ablaufdatum gesetzt. Bei Verlängerung wird eine neue Lizenz mit einem neuen Ablaufdatum ausgestellt und die alte Lizenz ausgetauscht.

Aboverlängerung auf Anwenderseite: Bei einer permanenten oder zeitweiligen Verbindung des Geräts oder der Maschine mit dem Internet lässt sich die Lizenz im Hintergrund automatisch verlängern. Beim Offline-Betrieb muss die Lizenz manuell verlängert werden, indem der Anwender eine Update-Datei mit der Lizenzaktualisierung in das abgeschottete Gerät überträgt. Diese Update-Datei erhält der Anwender direkt vom Hersteller per E-Mail. Oder er holt die per E-Mail gelieferten Aktivierungscodes auf einem Lizenzportal ab.

Wibu-Systems auf der SPS 2022: Halle 6, Stand 428

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